Opensuse 12.2: Zweite Beta und große Diskussionen

Die Opensuse-Gemeinschaft diskutiert weiter über die zukünftige Entwicklung des Projekts im Allgemeinen sowie über Tumbleweed und OBS im Besonderen. Unterdessen ist auch die zweite Betaversion erschienen.

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Die zweite Beta von Opensuse 12.2 ist erschienen.
Die zweite Beta von Opensuse 12.2 ist erschienen. (Bild: CherryX/CC-BY-3.0)

Noch steht kein finaler Termin für die Veröffentlichung von Opensuse 12.2 fest, nachdem der ursprüngliche Termin verschoben werden musste. Die Community plant die Veröffentlichung derzeit für Mitte September und stellt nun eine zweite Beta bereit, welche den Start für eine fast dreimonatige Testphase markiert.

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Die zweite Betaversion von Opensuse 12.2 bietet kaum größere Neuerungen. So wurden etwa der Linux-Kernel, GCC und Googles Go aktualisiert, ebenso Firefox, Thunderbird und KDE SC. Hauptinteresse legen die Entwickler nun darauf, die Distribution zu stabilisieren.

Diskussion um Veröffentlichung

Die vielen Fehler in der Entwicklung von Opensuse 12.2 führten zu häufigen Verzögerungen und schließlich zum Verlegen des finalen Erscheinungstermins. In einer deshalb von Opensuse-Entwickler Stephen Kulow angeregten Diskussion sucht das Team derzeit nach Wegen, den Entwicklungsprozess umzustellen.

Community-Manager Jos Poortvliet versucht, diese Diskussion in seinem Blog zusammenzufassen. Demnach sind sich die Entwickler zumindest größtenteils darüber einig, das Rolling-Release-Projekt Tumbleweed zu stärken.

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Poortvliet zufolge gebe es unter den Entwicklern auch Zustimmung dazu, stabile Versionen von Opensuse nur einmal jährlich zu veröffentlichen, um so mehr Zeit zum Testen zu haben. Das könnte zu einer gleichzeitigen Stärkung von Tumbleweed führen, um Nutzern aktuelle Software zur Verfügung zu stellen.

Einigkeit herrscht auch darüber, dass die grundlegende Entwicklung besser geregelt werden muss. Probleme bereiten vor allem ungeklärte Zuständigkeiten bei der Betreuung von Paketen. Etwa ist nicht geklärt, wer für das Beheben von Fehlern zuständig ist, die neue Pakete bei anderen verursachen.

OBS und Opensuse Core

Durch Veränderungen am Open Build Service (OBS) ließe sich Poortvliet zufolge die Arbeit der Entwickler auch deutlich vereinfachen. So könnte neue Hardware und eine Umstrukturierung das Bauen von Paketen erheblich beschleunigen. Die Entwickler überlegen zum Beispiel, wie das erneute Zusammenstellen von abhängigen Paketen verhindert werden könnte.

Interessant ist auch der Vorschlag, nur noch Kernbestandteile von Opensuse in einem regelmäßigem Rhythmus zu veröffentlichen. Poortvliet schreibt, dies betreffe alle Pakete "bis zu X.org". Die Anwendungen für Endanwender, etwa die Oberflächen Gnome und KDE SC, könnten dann durch Tumbleweed oder andere OBS-Projekte bereitgestellt werden. Dies hätte jedoch einige Arbeit an der Softwareverwaltung zur Folge, schreibt Poortvliet.

Entscheidung im Herbst

Da seit dem Beginn der Diskussionen erst etwa eine Woche vergangen ist, sei noch nicht sicher, worauf sich die Community letztlich einigen werde, schreibt Poortvliet. Mögliche Entscheidungen könnten auf dem Opensuse Summit im September in Orlando und auf der Opensuse-Konferenz im Oktober 2012 in Prag getroffen werden, heißt es weiter.

Für testwillige Nutzer steht die zweite Beta von Opensuse 12.2 zum Download auf den Servern des Projekts bereit.

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