• IT-Karriere:
  • Services:

Openstack Foundation: "Wir werden von der Community überrannt"

Das rapide Wachstum von Openstack stellt die gleichnamige Stiftung vor einige Probleme. Zudem fehlt dem jungen, aber sehr erfolgreichen Projekt ein klarer Fokus, da Einzelinteressen überwiegen - wie auf dem Openstack-Dach-Day deutlich wurde.

Artikel veröffentlicht am ,
Nahezu alle großen IT-Unternehmen unterstützen Openstack oder nutzen es.
Nahezu alle großen IT-Unternehmen unterstützen Openstack oder nutzen es. (Bild: Flickr.com/Michael Coté/CC-BY 2.0)

Mehr noch als bei ähnlichen Ereignissen gleicht zumindest der Beginn der Keynote-Ansprache von Mark Collier auf dem Openstack-Dach-Day einer reinen Werbeveranstaltung. Dabei sollte es der Chief Operating Officer der Openstack Foundation (OF) bei dem Anwendertreffen eines so rasant wachsenden Projekts eigentlich gar nicht mehr nötig haben, die Technik derart anzupreisen.

Inhalt:
  1. Openstack Foundation: "Wir werden von der Community überrannt"
  2. Harte Unternehmensinteressen statt echter Zusammenarbeit

Doch Collier berichtet zunächst über einige Erfolgsgeschichten beim Einsatz von Openstack durch riesige Konzerne wie Walmart, Disney oder Wells Fargo. Profitieren könnten von der Cloud-Software natürlich aber auch kleine Startups, die sehr schnell wüchsen.

Als der Manager schließlich auf technische Details zu sprechen kommt, kategorisiert er die Openstack-Teilbereiche in bereits stabile Anwendungen und Experimente. Zu Letzteren zähle etwa die Integration vergleichsweise junger Technik wie Docker, an der noch gearbeitet werde. Der Vortrag wirkt angesichts der enormen Unterstützung von Openstack durch die Industrie sehr darum bemüht, positive Leistungen herauszustellen.

Das starke Wachstum lässt sich kaum verwalten

Im Gespräch mit Collier und seinem Vorstandskollegen Jonathan Bryce wird aber relativ schnell deutlich, warum der Vortrag nur sehr wenige technische Inhalte bot. Den Organisatoren fällt es einfach sehr schwer, mit der Community Schritt zu halten. Sie würden geradezu "überrannt", sagen die beiden.

Stellenmarkt
  1. Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg
  2. WDS GmbH, Lippstadt

So seien zurzeit rund 350 Firmen mehr oder weniger direkt an Openstack beteiligt. Auf dem vergangenen Openstack-Summit hätten sich circa 6.000 Interessierte getroffen, und es gebe nach wie vor ein "rasches Wachstum". Dabei ist das Projekt gerade einmal fünf Jahre alt.

Der OF bleibe also nichts anderes übrig, als eher zurückhaltend zu agieren und anderen die Arbeit am Code zu überlassen. Dafür gebe es verschiedene Arbeitsgruppen oder auch Entwicklersprints, und es werde die nötige technische Infrastruktur bereitgestellt sowie der Release Manager bezahlt.

Dieses Selbstverständnis ähnelt sehr stark dem der Linux Foundation (LF), in der ebenfalls eine Vielzahl von Unternehmen organisiert ist. Allerdings bezahlt die LF führende Entwickler und kümmert sich aktiv um Initiativen wie die Langzeitunterstützung für Kernel. Offenbar geht die Führung der OF davon aus, dass die Community so etwas selbst leisten kann. Probleme ergäben sich aus dieser Herangehensweise aber nicht, meint sie.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Harte Unternehmensinteressen statt echter Zusammenarbeit 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 47€
  2. (u. a. NieR Automata für 13,99€ und PSN Card 25 Euro [DE] für 21,99€ - Bestpreise!)
  3. (u. a. 3 Spiele für 49€ und SanDisk Ultra 400 GB microSDXC + Adapter für 47€)
  4. 77,90€ (Bestpreis!)

Isotopp 22. Jun 2015

Einige Anmerkungen dazu: Zu »worauf man beim Skalieren von OpenStack achten sollte...

Kleba 20. Jun 2015

Naja, aber in diesem Fall fände ich DACH auch angebracht. "Dach" als Wort, hat nun mal...

derdiedas 19. Jun 2015

aber oh wehe das Produkt würde iOpenStack heißen, alle wären von heut auf morgen...


Folgen Sie uns
       


Looking Glass Holo-Display angesehen (CES 2020)

Der Looking Glass 8K ist ein Monitor, der mittels Lichtfeldtechnologie 3D-Inhalte als Hologramm anzeigen kann. Golem.de hat sich das Display auf der CES 2020 genauer angeschaut.

Looking Glass Holo-Display angesehen (CES 2020) Video aufrufen
Lovot im Hands-on: Knuddeliger geht ein Roboter kaum
Lovot im Hands-on
Knuddeliger geht ein Roboter kaum

CES 2020 Lovot ist ein Kofferwort aus Love und Robot: Der knuffige japanische Roboter soll positive Emotionen auslösen - und tut das auch. Selten haben wir so oft "Ohhhhhhh!" gehört.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orcam Hear Die Audiobrille für Hörgeschädigte
  2. Viola angeschaut Cherry präsentiert preiswerten mechanischen Switch
  3. Consumer Electronics Show Die Konzept-Messe

Energiewende: Norddeutschland wird H
Energiewende
Norddeutschland wird H

Japan macht es vor, die norddeutschen Bundesländer ziehen nach: Im November haben sie den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft beschlossen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Aber das Ende der Förderung von Windkraft kann das Projekt gefährden.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Energiewende Brandenburg bekommt ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk
  2. Energiewende Dänemark plant künstliche Insel für Wasserstofferzeugung
  3. Energiewende Nordländer bauen gemeinsame Wasserstoffwirtschaft auf

Fitnesstracker im Test: Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4
Fitnesstracker im Test
Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4

Alle kosten um die 30 Euro, haben ähnliche Funktionen - trotzdem gibt es bei aktuellen Fitnesstrackern von Aldi, Honor und Xiaomi spürbare Unterschiede. Als größte Stärke des Geräts von Aldi empfanden wir kurioserweise eine technische Schwäche.
Von Peter Steinlechner

  1. Wearable Acer und Vatikan präsentieren smarten Rosenkranz
  2. Apple Watch Series 5 im Test Endlich richtungsweisend
  3. Suunto 5 Sportuhr mit schlauem Akku vorgestellt

    •  /