Openstack Foundation: "Wir werden von der Community überrannt"
Das rapide Wachstum von Openstack stellt die gleichnamige Stiftung vor einige Probleme. Zudem fehlt dem jungen, aber sehr erfolgreichen Projekt ein klarer Fokus, da Einzelinteressen überwiegen - wie auf dem Openstack-Dach-Day deutlich wurde.
Mehr noch als bei ähnlichen Ereignissen gleicht zumindest der Beginn der Keynote-Ansprache von Mark Collier auf dem Openstack-Dach-Day einer reinen Werbeveranstaltung. Dabei sollte es der Chief Operating Officer der Openstack Foundation (OF) bei dem Anwendertreffen eines so rasant wachsenden Projekts eigentlich gar nicht mehr nötig haben, die Technik derart anzupreisen.
- Openstack Foundation: "Wir werden von der Community überrannt"
- Harte Unternehmensinteressen statt echter Zusammenarbeit
Doch Collier berichtet zunächst über einige Erfolgsgeschichten beim Einsatz von Openstack durch riesige Konzerne wie Walmart, Disney oder Wells Fargo. Profitieren könnten von der Cloud-Software natürlich aber auch kleine Startups, die sehr schnell wüchsen.
Als der Manager schließlich auf technische Details zu sprechen kommt, kategorisiert er die Openstack-Teilbereiche in bereits stabile Anwendungen und Experimente. Zu Letzteren zähle etwa die Integration vergleichsweise junger Technik wie Docker, an der noch gearbeitet werde. Der Vortrag wirkt angesichts der enormen Unterstützung von Openstack durch die Industrie sehr darum bemüht, positive Leistungen herauszustellen.
Das starke Wachstum lässt sich kaum verwalten
Im Gespräch mit Collier und seinem Vorstandskollegen Jonathan Bryce wird aber relativ schnell deutlich, warum der Vortrag nur sehr wenige technische Inhalte bot. Den Organisatoren fällt es einfach sehr schwer, mit der Community Schritt zu halten. Sie würden geradezu "überrannt", sagen die beiden.
So seien zurzeit rund 350 Firmen mehr oder weniger direkt an Openstack beteiligt. Auf dem vergangenen Openstack-Summit hätten sich circa 6.000 Interessierte getroffen, und es gebe nach wie vor ein "rasches Wachstum". Dabei ist das Projekt gerade einmal fünf Jahre alt.
Der OF bleibe also nichts anderes übrig, als eher zurückhaltend zu agieren und anderen die Arbeit am Code zu überlassen. Dafür gebe es verschiedene Arbeitsgruppen oder auch Entwicklersprints, und es werde die nötige technische Infrastruktur bereitgestellt sowie der Release Manager bezahlt.
Dieses Selbstverständnis ähnelt sehr stark dem der Linux Foundation (LF), in der ebenfalls eine Vielzahl von Unternehmen organisiert ist. Allerdings bezahlt die LF führende Entwickler und kümmert sich aktiv um Initiativen wie die Langzeitunterstützung für Kernel. Offenbar geht die Führung der OF davon aus, dass die Community so etwas selbst leisten kann. Probleme ergäben sich aus dieser Herangehensweise aber nicht, meint sie.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Harte Unternehmensinteressen statt echter Zusammenarbeit |
- 1
- 2









Einige Anmerkungen dazu: Zu »worauf man beim Skalieren von OpenStack achten sollte...
Naja, aber in diesem Fall fände ich DACH auch angebracht. "Dach" als Wort, hat nun mal...
aber oh wehe das Produkt würde iOpenStack heißen, alle wären von heut auf morgen...