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Nahezu alle großen IT-Unternehmen unterstützen Openstack oder nutzen es.
Nahezu alle großen IT-Unternehmen unterstützen Openstack oder nutzen es. (Bild: Flickr.com/Michael Coté/CC-BY 2.0)

Harte Unternehmensinteressen statt echter Zusammenarbeit

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Bestätigt wird dieses harmonisch gezeichnete Bild von den Anwesenden auf dem Openstack-Dach-Day je nach Ansprechpartner aber selten. Den auffälligsten Kontrapunkt setzt dabei Kristian Köhntopp von Syseleven mit dem Vortrag "45 Minutes of Openstack Hate", den er zuvor gemeinsam mit seinem Kollegen Martin Loschwitz bereits auf der Open Source Data Center Conference gehalten hat.

Köhntopp beschreibt darin mit viel Häme, was an dem Code von Openstack alles falsch und unbrauchbar sei. Die wohl häufigste Erfahrung aus seinem Arbeitsalltag sei, dass der Upstream-Openstack-Code fast nicht zu gebrauchen sei. Dies sei teils so schwerwiegend, dass er annehme, dass die Software wohl nie unter realen Bedingungen in einem Rechenzentrum getestet worden sei.

Darüber hinaus sei die Architektur wohl darauf ausgelegt, dass Zusatzprodukte einzelner Anbieter hinzugekauft werden müssten. Diese und ähnliche, wenn auch weniger gravierende Beschreibungen zeugen von einem harten Konkurrenzkampf statt einer gemeinsamen Entwicklung.

Linux funktioniert ganz anders

Implizit bekräftigt wird diese Annahme auch von den Managern der OF, welche die Hauptaufgabe für die Arbeit an Openstack und die Bereitstellung für Endkunden bei verschiedenen Distributoren sehen. Gemeint sind damit etwa Red Hat, Canonical, Suse oder auch Mirantis.

Diese wiederum scheinen aber möglichst schnell möglichst große Marktanteile besetzen zu wollen, um langfristig von dem starken Wachstum bei Openstack profitieren zu können. Das wird angesichts der enormen Ressourcen deutlich, die in sehr kurzer Zeit von den Unternehmen in Openstack investiert wurden. Den Unternehmen wird dabei auch nachgesagt, nicht immer mit fairen Mitteln zu arbeiten.

Bei dem Vergleich mit der Entwicklung von Linux fallen klare Unterschiede auf. So dominiert bei den Kernel-Hackern nach wie vor das Credo zu einem Miteinander. Das führte etwa zu dem Zusammenlegen der beiden Live-Patching-Techniken von Red Hat und Suse.

Ebenso ist es erfahrenen Anwendern möglich, einen Kernel aus dem Upstream-Code zu erstellen und einzusetzen, da der Code getestet und oft mehrfach revidiert worden ist. Die Ausführungen von Köhntopp in Bezug auf Openstack hierzu zeigen klare Differenzen.

Die Kernel-Hacker benennen auch offen Probleme, so wie zuletzt der Sony-Angestellte Tim Bird, der die großen Code-Unterschiede bei mobilen Geräten anprangerte. Vergleichbare Schwierigkeiten gebe es bei den Openstack-Distributoren aber nicht, sagen einige Unternehmensvertreter auf Nachfrage.

Dem entgegen steht die klare Zustimmung zu dem Vortrag von Köhntopp aus dem Publikum. Damit sich Openstack, wie von Collier erhofft, tatsächlich zu dem führenden Produkt für Cloud-Software entwickelt, müssten die Akteure aus Nutzer-Community, Unternehmen und Distributoren wohl aber bald zueinanderfinden, statt wie bisher Ungereimtheiten zu übergehen.

 Openstack Foundation: "Wir werden von der Community überrannt"

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Isotopp 22. Jun 2015

Einige Anmerkungen dazu: Zu »worauf man beim Skalieren von OpenStack achten sollte...

Kleba 20. Jun 2015

Naja, aber in diesem Fall fände ich DACH auch angebracht. "Dach" als Wort, hat nun mal...

derdiedas 19. Jun 2015

aber oh wehe das Produkt würde iOpenStack heißen, alle wären von heut auf morgen...



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