Abo
  • Services:

OpenSSL: OpenBSD mistet Code aus

Entwickler des OpenBSD-Projekts haben begonnen, den Code der Kryptobibliothek OpenSSL zu entrümpeln. Ob ihre Änderungen vom OpenSSL-Projekt übernommen werden, ist aber ungewiss.

Artikel veröffentlicht am ,
Die OpenBSD-Entwickler misten den OpenSSL-Code aus.
Die OpenBSD-Entwickler misten den OpenSSL-Code aus. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Das OpenBSD-Team hat begonnen, zahlreiche Codeteile aus der Kryptografiebibliothek zu entfernen. Die Liste der Änderungen an OpenSSL ist ziemlich knapp gehalten und enthält überwiegend das Wort "Removal". Offenbar sollen nur noch die Kernkomponenten beibehalten werden, die unbedingt nötig sind. Unter anderem wurde das Heartbeat-Modul entfernt, in dem der fehlerhafte Code enthalten war, der für den Heartbleed-Bug verantwortlich war.

Stellenmarkt
  1. BERA GmbH, Heilbronn
  2. SIGMA-Elektro GmbH, Neustadt an der Weinstraße

Der Entwickler Jcs hat ein Update über die Arbeit des Teams veröffentlicht. Unter anderem wurden als "antik" bezeichnete Codeteile entfernt, die für die Kompilierung von OpenSSL unter Mac OS, Netware, OS/2 sowie Virtual Memory System von DEC (Digital Equipment Corporation) und offenbar älteren Windows-Versionen noch nötig war. Außerdem wurden fast alle Schnittstellen zu Verschlüsselungshardware entfernt, die teilweise nicht einmal eine kompatible Lizenz hatten.

Beschwerden über unübersichtlichen Code

Den bestehenden Code hat das Team ebenfalls aufgeräumt, etwa in dem es die Build-Verzeichnisse von Libcrypto und Libssl getrennt hat. Außerdem wurde der Code der meisten C-Dateien im Programmierstil KNF (Kernel Normalform) formatiert. Nebenbei entdeckte das Team auch zwei Fehler und behob sie.

Nach Bekanntwerden des gravierenden Heartbleed-Bugs gab es abermals viel Kritik an dem OpenSSL-Projekt. Der bekannte Open-Source-Entwickler Poul-Henning Kamp beschwert sich beispielsweise darüber, dass die 300.000 Zeilen Code, die OpenSSL ausmachten, ein einziges Durcheinander seien. Der bereits seit 2012 vorhandene Fehler blieb auch nach einer Überprüfung durch einen weiteren Programmierer unentdeckt. In OpenSSL dürften sich noch weitere Fehler befinden, mutmaßt Poul-Henning Kamp.

Dem will offenbar das OpenBSD-Team entgegentreten. Ob dessen Aufräumaktion aber Upstream im Originalcode landet, ist ungewiss.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,99€
  2. (-76%) 11,99€

nicoledos 16. Apr 2014

ich würde mich jetzt nicht als gut nennen, nur weil ich in manchen Dingen nicht unbedingt...

rommudoh 16. Apr 2014

Einfach dein Leben?

aFrI 16. Apr 2014

Wobei ich momentan froh wäre, etwas Diversität im Kryptobereich zu haben. Die Integrität...


Folgen Sie uns
       


HP Z2 Mini Workstation - Test

Die Z2 Mini Workstation G3 kann uns im Test überzeugen - und das nicht als sehr schnelle Maschine, sondern als gut durchdachtes Gesamtkonzept.

HP Z2 Mini Workstation - Test Video aufrufen
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

    •  /