Abo
  • Services:
Anzeige
Änderungen am Heartbeat-Code
Änderungen am Heartbeat-Code (Bild: Screenshot Golem.de)

OpenSSL-Lücke: Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen

Der deutsche Programmierer Robin Seggelmann, auf den die Lücke in OpenSSL zurückzuführen ist, hat sich erstmals zu dem Fehler geäußert. Der Bug soll aus Versehen durch eine nicht in der Länge überprüfte Variable entstanden sein. Auch bei einem Review des Quelltextes fiel das nicht auf.

Anzeige

Robin Seggelmann, der zuerst die Heartbeat-Funktion in OpenSSL eingebaut hatte, die jetzt als gravierende Sicherheitslücke bekannt ist, hat sich erstmals zur Entstehung des Fehlers geäußert. In einem Gespräch mit der australischen Zeitung Sydney Morning Herald hat er den Bug als Versehen bezeichnet.

Seggelmann arbeitete Anfang 2012 an OpenSSL, bereinigte einige andere Fehler, und baute die neue Funktion Heartbeat ein. Mit diesem Begriff werden allgemein Anfragen von Protokollen bezeichnet, die nötig sind, um Timeouts zu verhindern. Der Heartbeat hält die Verbindung dabei aufrecht.

Dabei, so Seggelmann, habe er aber eine Variable eingeführt, deren Länge das Programm nicht überprüft habe. Dieser Fehler ließ sich dann für die jüngst bekanntgewordene Sicherheitslücke ausnutzen. Der Bug wurde auch bei einem Review durch einen anderen Programmierer nicht gefunden, und so wurde er auch in die veröffentlichte Version 1.0.1 von OpenSSL aus dem März 2012 übernommen. Zwei Jahre blieb der Fehler danach unbemerkt.

Der Entwickler beteuert in dem Interview, dass er bis zur Entdeckung der Lücke keine Kenntnis von ihrer Existenz gehabt habe. Auch seine vor allem in Foren oft unterstellte Verbindung zu Geheimdiensten, die SSL-Verbindungen durch den Fehler oder Hintertüren aushebeln könnten, weist Seggelmann von sich. Er hatte und habe keine Verbindung zu solchen Behörden, so der Programmierer.

Um solche in ihrer Auswirkung dramatischen Fehler in Zukunft zu vermeiden, sollten Seggelmann zufolge mehr Entwickler an solchen sicherheitsrelevanten Programmteilen mitarbeiten und gegenseitig den Code prüfen. Millionen Anwender nutzten Programme wie OpenSSL, aber nur sehr wenige trügen zur Weiterentwicklung bei.


eye home zur Startseite
Thaodan 13. Apr 2014

Ach das geht vergleichsweise schnell, das Problem das einspielen in die ganzen Webserver.

c0t0d0s0 11. Apr 2014

Ich finde den Unix-Ansatz sinnvoller als die eierlegende Wollmilchsau, die 1000...

FrankKipf 11. Apr 2014

Das perverse an der Geschichte ist doch, dass der Code von zig Firmen in zig Produkten...

Youssarian 11. Apr 2014

Doch, das finde ich in Ordnung. All dies hat hier nicht stattgefunden. Vielmehr hat...

DerVorhangZuUnd... 11. Apr 2014

Sehr richtig erkannt! Herr Guillotine wollte damals im 17. Jahrhundert ja auch am...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MöllerTech International GmbH, Bielefeld
  2. LEDVANCE GmbH, Garching bei München
  3. IT-Dienstleistungszentrum Berlin, Berlin
  4. ROHDE & SCHWARZ SIT GmbH, Stuttgart


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Playstation 4 + Spiel + 2 Controller 269,00€, iRobot Roomba 980 nur 777€)
  2. 383,14€ - 30€ MSI-Cashback
  3. 29,37€

Folgen Sie uns
       


  1. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  2. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  3. Marketplace

    Amazon spricht bei Sperrungen von "Prozessen zum Schutz"

  4. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht

  5. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  6. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  7. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops

  8. O2 und E-Plus

    Telefónica hat weiter Probleme außerhalb von Städten

  9. Project Zero

    Google-Entwickler baut Windows-Loader für Linux

  10. Dan Cases A4-SFX v2

    Minigehäuse erhält Fenster und wird Wakü-kompatibel



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  2. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn
  3. Spielebranche Beschäftigtenzahl in der deutschen Spielebranche sinkt

Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

  1. Re: Wie die Frauenquote: Schwachsinn.

    GenXRoad | 17:34

  2. O2 LTE vs. Vodafone/Telekom UMTS

    strauch | 17:34

  3. Re: Kann ich mit Alditalk nicht bestätigen

    DerWeise | 17:34

  4. Re: Kann nicht sein!!!

    DeathMD | 17:34

  5. Re: Was verbaut man da drin?

    Schattenwerk | 17:33


  1. 17:44

  2. 17:20

  3. 16:59

  4. 16:30

  5. 15:40

  6. 15:32

  7. 15:20

  8. 14:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel