Zum Hauptinhalt Zur Navigation

OpenSSH: Microsoft spendet mehr an OpenBSD als Google

Ungewöhnliche Zeiten fordern ungewöhnliche Maßnahmen: Deshalb spendet Microsoft in diesem Jahr mehr an die OpenBSD-Stiftung als Google oder Facebook. Die erstmalige Zahlung ist aber eigennützig und dient auch der Verbesserung von Windows.
/ Sebastian Grüner
32 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Microsoft spendet großzügig an die OpenBSD-Foundation, was vor allem OpenSSH zugutekommen soll. (Bild: Flickr.com / Mike Mozart - CC-BY 2.0)
Microsoft spendet großzügig an die OpenBSD-Foundation, was vor allem OpenSSH zugutekommen soll. Bild: Flickr.com / Mike Mozart - CC-BY 2.0

Zu den Sponsoren der OpenBSD-Foundation gehört nun auch Microsoft, das die bisher größte Einzelspende in diesem Jahr getätigt hat, wie die Stiftung mitteilt(öffnet im neuen Fenster) . In den vielen Jahren zuvor war die Stiftung teils sehr schlecht finanziert. Grundlegend geändert hat sich das erst im vergangenen Jahr unter anderem durch die Arbeiten an LibreSSL, die der Stiftung knapp 400.000 kanadische Dollar brachten.

Nach den Infromationen zahlt Microsoft eine Summe zwischen 25.000 und 50.000 Dollar als sogenannter Gold-Sponsor. Google und Facebook werden bei einer jeweiligen Spende zwischen 10.000 und 25.000 Dollar als Silber-Sponsoren gelistet(öffnet im neuen Fenster) . Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass Facebook und insbesondere Google bereits in den Vorjahren zahlungskräftige Unterstützer der OpenBSD-Foundation waren, während sich Microsoft in diesem Jahr zum ersten Mal beteiligt.

Für OpenSSH gespendet

Angesichts der noch vor einigen Jahren sehr kritischen Haltung bei Microsoft gegenüber Open-Source-Projekten mag die Spende etwas überraschend erscheinen. Doch die Zahlung ist eigentlich nur der logische Schluss aus der Ankündigung, dass Microsoft künftig OpenSSH als Basis für einen SSH-Client und -Server verwenden möchte.

Das bei dem Unternehmen zuständige Team strebt für die Implementierung eine enge Zusammenarbeit mit der OpenSSH-Community an. Da das Projekt bereits sehr lang besteht und zumindest auf Unix-Systemen ein etablierter Standard ist, sollten sich im Gegensatz zu einer komplett eigenen Umsetzung viele Vorteile ergeben - für die Programmierer und die Nutzer.

Die Stiftung unterstützt neben dem gleichnamigen Betriebssystem auch daraus hervorgegangene Projekte(öffnet im neuen Fenster) wie die genannten OpenSSH und LibreSSL oder auch OpenNTPD und OpenSMTPD. Die gemeinnützige Organisation hat in diesem Jahr(öffnet im neuen Fenster) erst etwas mehr als die Hälfte ihres Spendenziels erreicht.


Relevante Themen