Opensignal: 5G-Netzwerke sind nicht wegen der hohen Datenrate wichtig

Opensignal hat die ersten 5G-Netzwerke weltweit ausgiebig getestet. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass andere Vorteile wichtiger seien als die hohe Datenrate.

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Opensignal testet weltweit Mobilfunknetze.
Opensignal testet weltweit Mobilfunknetze. (Bild: Opensignal)

Man brauche 5G-Netzwerke nicht nur wegen der höheren Datenrate, sondern weil die einzelnen Funkzellen mehr Endgeräte unterstützen könnten und eine höhere Bandbreite für alle bieten. Das sagte Ian Fogg, Vice President Analysis bei Opensignal, am 6. September 2019 im Gespräch mit Golem.de. "Die Leute nutzen immer mehr Daten. In den überfüllten Städten sind damit auch weniger Menschen in den 4G-Netzen und das ist gut." Opensignal misst die Leistungsfähigkeit von Mobilfunknetzwerken.

So haben sich bei 5G-Messungen in Südkorea, dem Land mit den meisten Nutzern des neuen Standards, keine allzu großen Unterschiede bei Geschwindigkeit und Latenz im Vergleich zu 4G gezeigt. Bei weltweiten Messungen in ersten 5G-Netzen habe Opensignal in vier Ländern über 1 GBit/s gemessen. Fogg: "Deutschland gehört nicht dazu."

In den vergangenen Jahren hat die mobile Internetnutzung stark zugenommen, jährlich ist die mobil übertragene Datenmenge um mehr als 50 Prozent gewachsen. Und es wird erwartet, dass die Nutzung auch in Zukunft weiter deutlich steigen wird. Die Kapazität einer LTE-Funkzelle liegt bei bis zu 200 aktiven Teilnehmern. 5G wird viele kleine Funkzellen brauchen, in denen zudem durch Beamforming die Kapazität direkt auf den Nutzer gerichtet werden kann.

"Durch die größeren Smartphone-Displays ist auch eine höhere Bildqualität erforderlich", betonte Fogg. Opensignal wird in der kommenden Woche eine Studie dazu veröffentlichen, welches Smartphone das beste Streaming bietet.

Die unabhängigen Messungen von Opensignal sollen den Netzbetreibern relevante Informationen liefern. "Die wissen selbst, wo weiße Flecken sind, aber sie haben den Vergleich zu anderen Netzwerken nicht. Wenn die anderen gut sind und sie sind schlecht, dann müssen sie aktiv werden", sagte Fogg.

Deutschland habe im Vergleich zu anderen europäischen Märkten ein relativ schlechtes Mobilfunknetz, erklärte Fogg. "Viele Smartphones bieten LTE, haben es aber noch nie genutzt." Die Mobilfunkbetreiber verstünden es oft nicht, den Kunden zu vermitteln, dass zu einem etwas höheren Preis auch ein besseres Netzwerk geboten werden könne, meinte Fogg.

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RedRose 14. Sep 2019

Schön das dies 3G auch kann.. Nur bedenkst du nicht das 3G(UMTS/HSDPA) max 42Mbits...

kendon 12. Sep 2019

Dann kommts ja nur noch drauf an wo ich den Strich ziehe und weiter über 90% der...

kendon 09. Sep 2019

Du versteifst dich auf die Datenrate, und das im Kommentar zu einem Artikel mit der...

kendon 09. Sep 2019

KA, irgendwer war hier am ranten, musst selber suchen. Wo in der Schweiz genau welche...



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