• IT-Karriere:
  • Services:

OpenRAN: Koexistenz mit vorhandenen Legacy-Netzen noch schwierig

Viele zweifeln an der praktischen Einsetzbarkeit von OpenRAN, doch Messtechnikexperte Rohde & Schwarz sieht das anders.

Artikel von veröffentlicht am
Messtechnik für 5G
Messtechnik für 5G (Bild: Rohde & Schwarz)

Der Messtechnikexperte Rohde & Schwarz sieht OpenRAN-Mobilfunk als etwas Positives, bieten die neuen Schnittstellen doch viele Anwendungen für die Testtechnik des Unternehmens. "Sichergestellt werden muss jedoch die Interoperabilität nicht nur zwischen einzelnen Netzwerkkomponenten, sondern auch die Koexistenz mit vorhandenen 'Legacy'-Netzen", sagte Birgit Widemann, Market Segment Manager Wireless Communications Infrastructure bei Rohde & Schwarz auf Anfrage von Golem.de. Die verlässliche Systemintegration eines gesamten Netzwerkes, das aus modularen, flexiblen Komponenten besteht, und die ausreichende Service-Qualität könne durch Ende-zu-Ende-Tests verifiziert werden.

Stellenmarkt
  1. dmTECH GmbH, Karlsruhe
  2. HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg

OpenRAN bedeute Cloud, virtualisierte Netzwerkelemente, White-Box-Hardware, Open-Source-Software und standardisierte Schnittstellen. Auf proprietäre Chips der Ausrüster soll weitgehend verzichtet werden.

OpenRAN stehe für die Idee einer dynamischen und flexiblen Infrastruktur auf Basis offener Plattformen und Schnittstellen sowie eines breiten Ökosystems an Netzwerkkomponenten. "OpenRAN nutzt den Ansatz, Software und Hardware getrennt voneinander zu betrachten. Das Ziel ist, eine universell verwendbare Hardware durch entsprechende Softwareaktualisierung mit der geforderten Funktionalität auszustatten. Komponenten sollen modular und flexibel einsetzbar sein. Schlüsselaspekte wie Virtualisierung, Disaggregierung von Netzwerkkomponenten sowie die Entkopplung von Hardware und Software zielen auf eine erhöhte Energieeffizienz und kurze Latenzzeiten ab", sagte Widemann.

Rohde & Schwarz: OpenRAN passt zu 5G

Mit der Einführung von 5G habe ein Paradigmenwechsel in der Mobilfunkwelt stattgefunden. Ausgangsbasis und Ziel der technischen Evolution sei es, die unterschiedlichen Anwendungsfälle mit entsprechender Qualität dem Endanwender zu ermöglichen. "Diese drei Anwendungsfälle sind enhanced mobile broadband (eMBB), also hohe Datenraten für den Endanwender, massive machine type communications (mMTC), also die Kommunikation einer Vielzahl verschiedenster Geräte, wie sie im Bereich des Internets der Dinge (IoT) gefordert ist, als auch ultra-reliable low latency communications (uRLLC), also Anwendungen wie im Industrieumfeld oder beim autonomen Fahren, die kurze Latenzzeiten und hohe Verlässlichkeit erfordern", erklärte Widemann. 5G versuche so flexibel wie möglich zu agieren.

OpenRAN verfolgt diesen Ansatz mit den Zielen Offenheit, Flexibilität und Agilität. Es gibt bereits erste Beispiele von umgesetzten oder geplanten Greenfield-Netzwerken. Dabei handelt es sich um komplette Mobilfunknetze, die ohne Koexistenz zu schon vorhandenen Mobilfunknetzen älterer Generationen, sogenannte Legacy-Systeme, bestehen, wie bei Rakuten in Japan. Allerdings zeigt sich hier ein Kompromiss zwischen der Flexibilität von Software und der Effizienz von Hardware- (Silizium-)basierten Lösungen. Ob dies eine dauerhafte Einschränkung ist, ist unklar. Auch United Internet setzt bei seinem geplanten 5G-Netz auf OpenRAN.

"Aber auch die Erweiterung bestehender Mobilfunknetze bietet Potenzial zum Einsatz der OpenRAN-Ideen, gerade zur Umsetzung neuer Anwendungsfälle wie Industrie 4.0, intelligente Verkehrsinfrastruktur, private Netze oder dedizierte Netze mit hohen Kapazitätsanforderungen", erklärte dagegen Widemann.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 26,99€
  2. 52,79€

Seitan-Sushi-Fan 15. Nov 2020 / Themenstart

Wo finde ich denn den Source Code?

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Linux unter Windows 10 installieren - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie man in wenigen Minuten Linux unter Windows 10 zum Laufen bringt.

Linux unter Windows 10 installieren - Tutorial Video aufrufen
Librem Mini v2 im Test: Der kleine Graue mit dem freien Bios
Librem Mini v2 im Test
Der kleine Graue mit dem freien Bios

Der neue Librem Mini eignet sich nicht nur perfekt für Linux, sondern hat als einer von ganz wenigen Rechnern die freie Firmware Coreboot und einen abgesicherten Bootprozess.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Purism Neuer Librem Mini mit Comet Lake
  2. Librem 14 Purism-Laptops bekommen 6 Kerne und 14-Zoll-Display
  3. Librem Mini Purism bringt NUC-artigen Mini-PC

Macbook Air mit Apple Silicon im Test: Das beste Macbook braucht kein Intel
Macbook Air mit Apple Silicon im Test
Das beste Macbook braucht kein Intel

Was passiert, wenn Apple ein altbewährtes Chassis mit einem extrem potenten ARM-Chip verbindet? Es entsteht eines der besten Notebooks.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Apple Macbook Air (2020) im Test Weg mit der defekten Tastatur!
  2. Retina-Display Fleckige Bildschirme auch bei einigen Macbook Air
  3. iFixit Teardown Neue Tastatur macht das Macbook Air dicker

iPhone 12 Mini im Test: Leistungsstark, hochwertig, winzig
iPhone 12 Mini im Test
Leistungsstark, hochwertig, winzig

Mit dem iPhone 12 Mini komplettiert Apple seine Auswahl an aktuellen iPhones für alle Geschmäcker: Auf 5,4 Zoll sind hochwertige technischen Finessen vereint, ein besseres kleines Smartphone gibt es nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Nutzer beklagen Netzabbrüche beim iPhone 12
  2. Apple Bauteile des iPhone 12 kosten 313 Euro
  3. Touchscreen und Hörgeräte iOS 14.2.1 beseitigt iPhone-12-Fehler

    •  /