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OpenPrinting: Cups-Fork soll Unix-Druckdienst wiederbeleben

Nach dem Weggang des Hauptentwicklers von Apple stagniert die Entwicklung von Cups . Ein Fork soll nun neuen Schwung bringen.
/ Sebastian Grüner
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Noch werden Drucker und der Support dafür benötigt. Cups soll deshalb weiter gepflegt werden. (Bild: Pixabay)
Noch werden Drucker und der Support dafür benötigt. Cups soll deshalb weiter gepflegt werden. Bild: Pixabay

Der Standarddienst zum Drucken unter Unix, Cups, wird in vielen Linux-Distributionen und auch unter Apples MacOS verwendet. Dessen öffentliche Weiterentwicklung stagniert jedoch, seit der damalige Hauptentwickler Michael Sweet seinen Arbeitgeber Apple Ende vergangenen Jahres verlassen hat(öffnet im neuen Fenster) . Mit Unterstützung des OpenPrinting-Projekts hat Sweet nun einen "temporären Fork" von Cups gestartet, der Bug-Fixes und Patches von Distributionen sammeln soll(öffnet im neuen Fenster) .

Auf den aktuellen Entwicklungszustand von Cups hatte zuerst das Magazin Phoronix hingewiesen(öffnet im neuen Fenster) . Einer Auswertung des Git-Repositorys von Cups zufolge hat es demnach zuvor jährlich zwischen 300 und 400 neue Beiträge zu Cups gegeben. Für die mit Abstand meisten davon war Sweet als Hauptbetreuer und dafür festangestellter Entwickler verantwortlich.

Für das laufende Jahr 2020 verzeichnet das öffentliche Cups-Repository von Apple dagegen lediglich einen einzigen Beitrag(öffnet im neuen Fenster) mit ein paar wenigen Änderungen, womit unter anderem eine Sicherheitslücke geschlossen wird. Das Openprinting-Projekt bezeichnet die Upstream-Entwicklung in seiner Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) deshalb schlicht als "inaktiv" . Es könnte zwar sein, dass Apple Cups intern weiterentwickelt, dafür gibt es zumindest derzeit jedoch noch keine Anzeichen.

Der aktuelle Projektleiter des OpenPrinting-Projekts Till Kamppeter weist darüber hinaus darauf hin(öffnet im neuen Fenster) , dass er selbst und Sweet bereit seien, den Druckdienst Cups weiterzuentwickeln, sofern Apple seine Arbeiten daran endgültig einstellen sollte. Der Grund dafür ist leicht nachvollziehbar: "Cups wird unter Linux immer noch benötigt" , sagt Kamppeter. Dies gelte etwa für die Umwandlung von PDFs in ein Format, das einzelne Drucker dann auch letztlich verstehen. Darüber hinaus werde Cups künftig auf den klassischen PPD(öffnet im neuen Fenster) -Support verzichten und nur noch die sogenannten Printer Applications als Drucker-Treiber unterstützen.


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