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OpenJDK: Nächste Android-Version soll mit Open-Source-Java kommen

Google wechselt von Oracles proprietärem Java Development Kit (JDK) zur Open-Source-Variante OpenJDK . Hintergrund dürfte auch ein jahrelanger Rechtsstreit um die Nutzungsrechte der Java-APIs sein, der noch nicht beendet ist.
/ Tobias Költzsch
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In Marshmallow kommen noch Oracles proprietäre Java-APIs zum Einsatz, bei Android N soll Google auf OpenJDK setzen. (Bild: Google)
In Marshmallow kommen noch Oracles proprietäre Java-APIs zum Einsatz, bei Android N soll Google auf OpenJDK setzen. Bild: Google

Google hat der Internetseite Venturebeat.com(öffnet im neuen Fenster) bestätigt, dass in der kommenden Android-Version die Open-Source-Variante von Oracles Java-APIs genutzt werde. Android N werde nicht mehr auf die proprietären APIs von Oracle setzen, sondern auf OpenJDK, wie ein Unternehmenssprecher dem Magazin mitteilte.

Google arbeitet schon länger mit OpenJDK-Community zusammen

Für Nutzer dürfte sich mit dem Schritt nichts ändern, für Programmierer soll sich die Arbeit aufgrund von einfacherem Code erleichtern. Dies ist Google zufolge auch der Grund, weshalb das Unternehmen bei der nächsten Android-Version auf OpenJDK setze. "Google arbeitet schon lange mit der OpenJDK-Community zusammen, und wir hoffen, in Zukunft noch mehr zum Projekt beitragen zu können" , erklärt der Google-Sprecher.

Hintergrund des Wechsels dürfte aber auch der jahrelange Rechtsstreit um die Verwendung von Oracles Java-APIs sein. 2010 verklagte Oracle Google wegen der Verwendung der APIs, Google argumentierte allerdings, dass APIs nicht patentrechtlich geschützt werden könnten. Ein Gericht in den USA folgte dieser Argumentation im Jahr 2012.

Rechtsstreit dauert noch an

2014 revidierte ein höheres Gericht diese Entscheidung hingegen wieder und entschied, dass Oracles Java-APIs geschützt seien. Im Juni 2015 lehnte der Supreme Court, das höchste Gericht in den USA, eine Übernahme des Falls ab und verwies ihn wieder an ein niedriger gestelltes Gericht. Aktuell ist der Fall noch offen.

Google dürfte sich mit der Entscheidung, künftig auf OpenJDK zu setzen, zumindest für kommende Android-Versionen mögliche juristische Streitigkeiten ersparen. Möglicherweise haben sich Google und Oracle auch außergerichtlich auf diesen Schritt geeinigt, um den Fall mit einem Kompromiss abzuschließen. Laut Venturebeat.com lehnte Google eine Stellungnahme zum laufenden Verfahren ab - eine gängige Praxis während Rechtsstreitigkeiten.


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