OpenJDK: Microsoft wird offiziell zu Java beitragen
In einer Nachricht an die Mailing-Liste der OpenJDK-Community lässt Microsoft diese wissen(öffnet im neuen Fenster), dass das Unternehmen nun offiziell die Voraussetzungen erfülle, um zur Entwicklung der Programmiersprache Java beizutragen. Das Unternehmen unterzeichnete die dafür notwendige Vereinbarung, die der Java-Rechteinhaber Oracle akzeptierte. Microsoft reiht sich damit ein in eine Liste von Unternehmen wie Red Hat, Intel, SAP und IBM.
Als Begründung für die Entscheidung schreibt Bruno Borges, Product Manager für Java bei Microsoft, dass das Unternehmen selbst sowie seine Tochterunternehmen inzwischen in vielen Bereichen von Java abhängig seien. Ebenso bietet Microsoft den Kunden seiner Azure-Cloud eine Java-Laufzeitumgebung an. Nun sei es an der Zeit, etwas beizutragen und zurückzugeben.
Zunächst will das zuständige Entwicklerteam bei Microsoft indes keine großen Änderungen an Java beitragen. Vielmehr wollen die Beteiligten durch das Beheben von Fehlern und Erstellen von Backports erst die notwendige Erfahrung zur Mitarbeit an dem Projekt sammeln.
Geleitet werden sollen die Arbeiten an Java bei Microsoft künftig von Martijn Verburg. Dieser gründete mit seinem damaligen Unternehmen Jclarity die Initiative Adopt OpenJDK(öffnet im neuen Fenster) mit, die Builds des freien Projekts erstellt und anbietet, als Alternative zu den Java-Builds von Oracle. Microsoft selbst unterstützt Adopt OpenJDK seit Sommer 2018 und übernahm Mitte August dieses Jahres Jclarity(öffnet im neuen Fenster). Vorgegebenes Ziel der Übernahme war es, die Arbeiten an Java seitens Microsoft zu verstärken und vor allem den Cloud-Kunden Optimierungen für Java anzubieten.
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