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OpenJDK: Microsoft bietet Langzeitpflege für eigene Java-Builds

Auch Microsoft baut künftig selbst aus dem OpenJDK Java -Versionen. Die Builds bekommen Langzeitpflege und laufen auf allen Plattformen.
/ Sebastian Grüner
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Java 11 gibt es jetzt auch als OpenJDK-Build von Microsoft. (Bild: Pixabay)
Java 11 gibt es jetzt auch als OpenJDK-Build von Microsoft. Bild: Pixabay

Windows-Hersteller Microsoft hat eine Vorschau seiner eigenen Builds des OpenJDK(öffnet im neuen Fenster) angekündigt. Dabei handelt es sich um die freie Referenzimplementierung der Progammiersprache Java. Erst im Herbst 2019 hatte das Software-Unternehmen offiziell alle formalen Voraussetzungen erfüllt, um auch selbst zur Entwicklung des OpenJDK beitragen zu können . Nun folgt also auch der eigene Vertrieb von Java als Binärdateien mit Langzeitpflege.

Konkret handelt es sich um die Java-Version 11 mit Langzeitpflege sowie OpenJDK in Version 11.0.10+9. Genutzt werden kann die Java-Distribution von Microsoft auf MacOS, Linux und Windows im Server oder auf Desktop-Rechnern. Hinzu kommt von dem Hersteller eine weitere Vorschau auf die noch nicht offiziell verfügbare Version 16 für Windows on ARM auf Grundlage des OpenJDK 16. Die Entwicklung daran hatte Microsoft erst im vergangenen Sommer angekündigt .

Zur Pflege der eigenen Java-Distribution schreibt Microsoft, die "OpenJDK 11-Binärdateien enthalten möglicherweise zurückportierte Korrekturen und Verbesserungen, die wir für unsere Kunden und unsere internen Benutzer als wichtig erachten. Einige davon wurden möglicherweise noch nicht offiziell zurückportiert und sind in unseren Versionshinweisen deutlich gekennzeichnet. Auf diese Weise können wir Verbesserungen und Korrekturen deutlich schneller vorantreiben, während wir diese Änderungen parallel im Upstream durchführen. Updates sind kostenlos und stehen jedem Java-Entwickler zur Verfügung, um sie überall bereitzustellen."

Microsoft verfolgt dabei den gleichen Ansatz wie Eclipse Adoptium(öffnet im neuen Fenster) , vormals Adopt OpenJDK, das unabhängig von Oracle frei verfügbare Updates für Java bereitstellt. Auch Amazon liefert bereits einen eigene Java-Distribution aus. Ähnliches gilt das wohl auch für die Linux-Pakete des OpenJDK in den Distributionen, die aber nicht plattformübergreifend bereitstehen.

Eigenen Angaben zufolge hat Microsoft selbst bereits knapp einer Drittel seiner internen Java-Instanzen auf den neuen eigenen Java-Build migriert. Das Unternehmen plant, die aktuelle Version 11 noch bis mindestens 2024 zu pflegen. Das noch ältere, aber ebenfalls weiter beliebte Java 8 wird Microsoft selbst nicht pflegen und verweist auch hier auf Eclipse Adoptium.


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