OpenGL-Backend: Firefox wechselt auf Linux von GLX zu EGL

Für Linux wechselt Firefox die API für den OpenGL-Zugriff. WebGL wird so schneller, der Browser braucht weniger Energie und Video-Decoding kommt.

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Der Firefox nutzt unter Linux künftig auch mit X11 die EGL-Schnittstelle.
Der Firefox nutzt unter Linux künftig auch mit X11 die EGL-Schnittstelle. (Bild: Pixabay)

Seit etwas mehr als eineinhalb Jahren arbeitet die Firefox-Community an der Unterstützung der Video-Hardwarebeschleunigung unter Linux. Die dafür notwendigen Änderungen hat die Nutzung vieler weiterer Technik ermöglicht, sodass der Firefox künftig statt GLX die EGL-Schnittstelle für die Verbindung von Fenstersystem und OpenGL-Treibern nutzt. Das schreibt das Team in seinem Blog.

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Zum Hintergrund der Technik heißt es: "Um hardwarebeschleunigte APIs wie OpenGL mit Windowing-Systemen wie X11 oder Wayland zu verwenden, muss eine Schnittstelle vorhanden sein, die diese zusammenführt. Für OpenGL auf X11 verwenden die meisten Programme GLX, während sein Nachfolger, EGL, auf Wayland, Android und im Embedded-Bereich verwendet wird." Die eingangs erwähnte Video-Hardwarebeschleunigung setzte zunächst auf Wayland und EGL.

Letztlich folgten auf die Einführung des Wayland- und EGL-Codes zahlreiche weitere Verbesserungen an der Schnittstelle, die auch unabhängig von Wayland Vorteile für den Browser bringen. Auch dank der Verfügbarkeit der Hardwarebeschleunigung unter X11 mit EGL haben viele Tester den Code bereits genutzt, sodass das Team nun in der Lage ist, die EGL-Schnittstelle auch unter X11- als Standard zu verwenden statt GLX. Voraussetzung dafür sind mindestens die Treiber von Mesa 21. Für den proprietären Nvidia-Treiber fehlt noch eine EGL-Erweiterung, darüber hinaus ist für WebGL auch DMABUF und damit GBM notwendig, was Nvidia erst mit der 495er-Serie unterstützt.

Aus der standardmäßigen Nutzung von EGL für X11 ergibt sich für das Firefox-Team, das diese mehr Code mit Wayland und dem Android-Port teilen können. Auch führe dies zu weniger Bugs. Darüber hinaus laufe WebGL dank eines Direktzugriffs auf die Buffer nun schneller und kann in einer Sandbox laufen. Mittels EGL ist es nun außerdem möglich, nur noch Veränderungen selbst zu zeichnen, statt ein komplettes Neuzeichnen der Anwendung, was Energie sparen soll. Wichtig für das Team ist auch, dass die standardmäßige Nutzung der Video-Hardwarebeschleunigung nun einen wichtigen Schritt näher rückt.

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