Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

OpenELA: Suse und Oracle gründen Verband gegen Red Hat

Die Open Enterprise Linux Association will RHEL-kompatible Distributionen fördern.
/ Daniel Ziegener
8 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Die Gründungsmitglieder von OpenELA. (Bild: OpenELA)
Die Gründungsmitglieder von OpenELA. Bild: OpenELA

Die Linux-Entwickler Suse, Oracle und CIQ haben die Gründung eines gemeinsamen Verbandes angekündigt. Die Open Enterprise Linux Association (OpenELA) soll mit "offenem und freiem Enterprise Linux-Quellcode" die Entwicklung von Distributionen fördern, die mit Red Hat Enterprise Linux (RHEL) kompatibel sind.

Die Unternehmen reagieren damit auf die jüngsten Ankündigungen von Red Hat, die freie Verfügbarkeit von RHEL-Quellcode einzuschränken."Als Reaktion darauf arbeiten CIQ, Oracle und SUSE zusammen, um Quellcode, Tools und Systeme über OpenELA für die Community bereitzustellen", heißt es in einer Pressemitteilung der OpenELA.

"Zusammenarbeit ist entscheidend für die Förderung von Innovationen. Deshalb begrüßen wir jeden, der Teil dieser Vereinigung ist und uns hilft, offene Community-Standards aufrechtzuerhalten", sagte Suses CTO Thomas Di Giacomo."SUSE glaubt fest daran, dass Entscheidungen getroffen werden müssen. Gemeinsam mit der Open Source-Community werden wir neu definieren, was es wirklich bedeutet, offen zu sein", so Di Giacomo.

Erst im Juli 2023 kündigte Suse die Entwicklung eines eigenen RHEL-Forks an."Mit unserer Entscheidung, einen Fork von RHEL zu schaffen, wollen wir das Ökosystem und die Benutzer unterstützen, die jetzt in der Ungewissheit stecken und Support benötigen", sagte Di Giacomo im Interview mit Golem.de (g+).

Auch Oracle forderte zuletzt mehr Offenheit von Red Hat."Viele große Organisationen haben sich an uns gewandt, um die Wichtigkeit eines von der Community betriebenen Quellcodes für Enterprise Linux zum Ausdruck zu bringen", sagte Wim Coekaerts von Oracle."OpenELA ist unsere Antwort auf dieses Bedürfnis".


Relevante Themen