Opendesk statt Microsoft 365: "Machen - nicht lange prüfen!"
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Die deutsche Digitalministerkonferenz (DMK) hat sich in ihrer Sitzung am 13. Mai 2026 erstmals mit der digitalen Souveränität an öffentlichen deutschen Hochschulen befasst. Dem Bund wurde dabei der Auftrag erteilt, zu eruieren, ob Studentinnen und Studenten an Hochschulen zukünftig Produkte wie Opendesk kostenfrei nutzen können(öffnet im neuen Fenster).
Bislang müssen Universitäten, die Opendesk im Rahmen einer verwalteten SaaS-Lösung in ihr IT-Portfolio für Studenten aufnehmen möchten, pro Nutzer und Jahr einen Betrag von 45,00 Euro netto und somit 53,55 Euro inklusive Mehrwertsteuer bezahlen.
Microsoft stellt seine Variante Microsoft 365 A1 den Universitäten dagegen kostenfrei zur Verfügung. Auch die funktional für den Einsatz an Hochschulen aufgewertete Variante Microsoft 365 A3 ist mit Kosten von 47,12 Euro brutto pro Nutzer und Jahr deutlich günstiger als das digital souveräne Produkt des Zendis.
Diesem Prüfauftrag vorausgegangen war ein offener Brief, den drei Präsidiumsarbeitskreise der Gesellschaft für Informatik (GI) und der Verein Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung e.V. (ZKI) im Februar an Bundesdigitalminister Karsten Wildberger gerichtet hatten.
In diesem offenen Brief forderten die Autoren mit Blick auf die anfallenden Kosten eine faire Marktsituation , bei der Opendesk ebenfalls kostenfrei für die Studentinnen und Studenten verfügbar sein solle. Darüber hinaus mahnten die Unterzeichner angesichts der Nationalen Sicherheitsstrategie der USA (NSS 2025) dringenden Handlungsbedarf an, um bestehende Abhängigkeiten nicht noch zu vertiefen und dadurch die angestrebte digitale Souveränität zu unterminieren(öffnet im neuen Fenster).
Fachtagung der GI und des ZKI
Am 1. Juni 2026 veranstalteten die drei Präsidiumsarbeitskreise der Gesellschaft für Informatik und der ZKI e.V. (Verband der Hochschulrechenzentren) eine Onlinefachtagung, um über den Prüfauftrag der DMK an den Bund zur Bereitstellung von kostenfreien Opendesk-Lösungen an Hochschulen zu diskutieren.
Dabei kamen 75 Teilnehmer aus verschiedenen Hochschulen, Rechenzentren, der Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Sie waren sich einig, dass der Prüfauftrag zügig in konkrete Schritte münden müsse, um bestehende Abhängigkeiten zu eliminieren. Die Teilnehmer der Fachtagung skizzierten dabei nicht nur Potenziale und Strategien zur Gewinnung digitaler Souveränität im Bildungswesen, sondern sprachen auch Hürden an.
Einig waren sich die Konferenzteilnehmer, dass europäische souveräne Alternativen zu Microsoft 365 in allen Bildungsbereichen zwingend erforderlich seien – auch an allgemeinbildenden Schulen. Ansonsten würden Fach- und Führungskräfte systematisch an proprietäre US-Ökosysteme gebunden, während die Forderungen nach digitaler Souveränität zu reinen Absichtserklärungen verkämen.
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