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OpenBSD-Fork: Bitrig modernisiert OpenBSD

Der Fork Bitrig plant, die OpenBSD-Basis zu modernisieren und legt weniger Wert auf Sicherheit als das Original. Mit LLVMs Clang als Compiler soll das System zudem schneller werden.
/ Sebastian Grüner
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Der OpenBSD-Fork Bitrig will moderne Funktionen einsetzen. (Bild: Bitrig)
Der OpenBSD-Fork Bitrig will moderne Funktionen einsetzen. Bild: Bitrig

Die Ausrichtung von OpenBSD auf Sicherheit führe zu einem sehr konservativen Umgang mit neuen Funktionen, schreiben die Bitrig-Macher auf ihrer Webseite(öffnet im neuen Fenster) . Die Entwickler des Forks wollen jedoch eher mit neuen Funktionen experimentieren.

Wichtigste neue Funktion(öffnet im neuen Fenster) ist der Einsatz von LLVMs Clang 3.1 als Compiler, wie bei FreeBSD . In OpenBSD wird GCC 4.2 genutzt. Darüber hinaus soll die Bibliothek libc++(öffnet im neuen Fenster) die GPL-lizenzierte libstdc++ ersetzen. Außerdem wollen die Entwickler eine aktuelle Version der GNU Binutils verwenden.

Anders als die teils obskuren Rechnerarchitekturen(öffnet im neuen Fenster) , die OpenBSD unterstützt, ist Bitrig für die x86-Architektur gedacht. Das Beagle Bord sowie das Panda Board mit seinen ARM-Chipsätzen sollen zusätzlich unterstützt werden. Zudem sind für Bitrig eine kernelbasierte virtuelle Maschine, ein Journaling-Dateisystem mit dem WAPBL-Treiber aus NetBSD(öffnet im neuen Fenster) und Fuse-Funktionalität geplant, die ebenfalls aus NetBSD(öffnet im neuen Fenster) übernommen werden soll.

Das Bitrig-Projekt möchte soweit wie möglich freizügige Lizenzen einsetzen und langlebige Veröffentlichung anbieten. Bitrig soll einmal jährlich erscheinen, Release Candidates einmal pro Quartal. Für interessierte Nutzer stehen sowohl die Git-Archive von Bitrig als auch ein Snapshot des Systems zum Download bereit(öffnet im neuen Fenster) .


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