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Einladungssystem soll zunächst bleiben

Hernández hofft zudem, dass das Einladungssystem verhindern wird, dass Nutzer illegale Inhalte posten oder sich danebenbenehmen. "Dann verliert der Nutzer den Zugang zu Openbook - und wer wieder rein will, muss eine neue Einladung bekommen", sagt er. Er hofft, dass sich die Openbook-Gemeinschaft auf diese Weise selbst maßregelt. "Trotzdem wird das natürlich eine Herausforderung, aber wenn wir es langsam angehen, können wir das regeln." Parallel zu den kommenden Einladungen können Interessenten sich auf der Webseite von Openbook für die kommende Beta-Version registrieren oder sich bei Indiegogo für 10 Euro einen Alpha-Zugang kaufen.

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Natürlich wird Openbook früher oder später auch Geld benötigen - trotz freiwilligen Einsatzes von Moderatoren. Im Spätsommer 2019 will Hernández daher ein Bezahlmodell einführen, genannt Openbook Gold. Für 5 Euro im Monat erhalten Abonnenten Zugriff auf extra Reaktions-Emojis, einen Farb-Theme-Builder und animierte Avatare sowie vorzeitigen Zugriff auf neue Funktionen. Alle Kickstarter-Unterstützer haben diese Vorteile bereits und müssen kein Abo abschließen. "Bei den Funktionen handelt es sich aber nur um oberflächliche Features. Das Abo wird nie Dinge wie die Verschlüsselung oder Datenlimits betreffen", erklärt Hernández.

  • Openbook ist nach Gruppen, sogenannten Communities, geordnet, die zahlreiche Themen abdecken. (Screenshot: Golem.de)
  • Außerdem können Nutzer andere User in Kreisen organisieren und Beiträge nur an diese versenden. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Openbook-Gruppen sind moderiert und verfügen meist über Regeln, die sich an der Netiquette orientieren. (Screenshot: Golem.de)
Openbook ist nach Gruppen, sogenannten Communities, geordnet, die zahlreiche Themen abdecken. (Screenshot: Golem.de)

Hernández sieht Openbook nicht als Ablösung für Facebook. "Würden wir Openbook für alle Facebook-Nutzer öffnen, hätten wir die gleichen Probleme wie Facebook", erklärt er. Inhaltlich sieht er Facebook eher als das Netzwerk für Leute, die man bereits kennt, und Openbook als das Netzwerk für Personen, die man noch kennenlernen möchte. Mit den Communitys und einer geplanten Lokalisierung derer könnte das klappen. Dann sollen sich Nutzer Beiträge in den Communitys, die von Nutzern in der Nähe stammen, weiter oben anzeigen lassen können.

Fazit

Openbook ist aufgrund der geringen Größe und des dadurch entstehenden direkten Kontakts zwischen den Nutzern ein interessantes soziales Netzwerk, das aktuell allerdings gerade deshalb noch unter dem Radar der meisten Internetnutzer laufen dürfte. Aufgrund des Einladungssystems und des Expansionskonzeptes wird sich wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht viel daran ändern, dass Openbook nur von wenigen Nutzern verwendet wird. Das ist von den Machern des Netzwerks durchaus gewollt, Fakt ist aber, dass es sich aktuell bei Openbook um ein marginal kleines Netzwerk handelt.

Für den Umgangston auf Openbook ist dies eher hilfreich: Selten haben wir ein soziales Netzwerk erlebt, bei dem mit nur etwa 1.500 Nutzern so schnell gute und konstruktive Diskussionen entstehen. Die Communitys helfen tatsächlich, gleichgesinnte Nutzer zu finden, die man in einer im Vergleich viel größeren Facebook-Gruppe nicht finden dürfte.

Aufgrund des angestrebten geringen Wachstums und des Einladungsmodells könnte Openbook sich als kleineres Nischennetzwerk etablieren - die aktuellen Nutzer dürften dagegen wohl eher nichts einzuwenden haben. Ein langsames Wachstum könnte auch verhindern, dass Openbook das gleiche Schicksal wie Vero wiederfährt: Das Netzwerk erlebte 2018 einen sehr starken, aber letztlich nicht nachhaltigen Hype, seit längerer Zeit hört man von Vero nichts mehr.

Openbook setzt sich durch Unterschiede im Aufbau und in den Funktionen von anderen freien Netzwerken wie etwa Diaspora ab. Unklar ist im aktuellen Stadium, inwieweit ein Abomodell funktionieren wird. Die Frage ist, wie viele Nutzer bereit sind, 5 Euro im Monat für das soziale Netzwerk zu zahlen. Die Zielgruppe dürfte bei technikaffinen Nutzern liegen, die sich der Probleme von Facebook bewusst sind. Ob das reicht, wird sich zeigen - ein lohnenswertes Projekt scheint uns Openbook aber auf jeden Fall zu sein.

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Katharina... 17. Apr 2019

Getroffene Hunde bellen. :) Schönen Tag noch.

Katharina... 11. Apr 2019

Hm in meiner Stadt fällt mir ad hoc nur einer ein. Zisch oder sowas. Oke ich bin nicht...

deserr 10. Apr 2019

Wie willst du es denn sonst nennen? "Früher als ein Monat"? DAS klingt bescheuert und...

crazypsycho 09. Apr 2019

Dann frag ich mich von welcher Richtlinie du sprichst. Denn in der mit dem umstrittenem...

SirFartALot 08. Apr 2019

Starbook hab ich auch genutzt, aber was das andere ist, weiss ich nicht. :P


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