OpenAI: Werbung in ChatGPT bislang nicht erfolgreich
Drei der weltgrößten Werbekonzerne – WPP, Omnicom und Dentsu – nehmen an OpenAIs Werbepiloten für ChatGPT teil. Der Einstieg hat seinen Preis: Zwischen 200.000 und 250.000 US-Dollar mussten Firmen ausgeben, um dabei zu sein – rund doppelt so viel wie bei vergleichbaren Experimentalformaten üblich, wie CNBC berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Volumen steigt, aber der Zeitplan wackelt
Das Pilotprogramm sollte noch bis Ende März 2026 laufen – doch mehrere Quellen berichten laut CNBC, dass es zunehmend unwahrscheinlicher wird, die zugesagten Budgets rechtzeitig auszugeben. Nicht verbrauchte Mittel sollen zurückerstattet werden, waren aber während des gesamten Quartals blockiert und standen für andere Kanäle nicht zur Verfügung. OpenAI gab an, das gemächliche Tempo sei Absicht: Man wolle das Nutzererlebnis verfeinern, bevor das Programm ausgeweitet werde.
Zahlen des Analyseunternehmens Sensor Tower zeigen laut CNBC immerhin Wachstum: Mitte März wurden rund 600 Prozent mehr Anzeigen ausgeliefert als Anfang des Monats, rund fünf Prozent der mobilen ChatGPT-Nutzer wurden bis dahin erreicht.
Das Rennen gegen Google hat begonnen
Analysten von Truist sehen 2026 als mögliches Wendejahr für KI-gestützte Werbung – mit einem Potenzial von über 30 Milliarden US-Dollar für OpenAI bis 2030. Dieses Jahr könnte der Umsatz noch unter einer Milliarde bleiben.
Während OpenAI vorsichtig testet, hält Google eine Position, die nur schwer einzuholen ist: Rund 252 Milliarden US-Dollar Suchanzeigenerlös werden dort für dieses Jahr prognostiziert, so CNBC.
Anthropic hingegen hat sich klar gegen Werbung positioniert – und das öffentlichkeitswirksam mit einem Super-Bowl-Spot , der direkt auf OpenAIs Ambitionen zielte.
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