OpenAI: US-Regierung benutzt falsche KI-Landkarte bei Konferenz
Bei der Konferenz Aids 2026 in Rio de Janeiro ist es zu einem peinlichen Patzer gekommen. Während einer Präsentation von Jeff Graham, dem ranghöchsten Delegationsmitglied der US-Regierung, wurde eine Karte eingeblendet, auf der sechs Länder in Afrika hervorgehoben wurden. Alle waren komplett falsch platziert.
Der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) zufolge soll die Karte ein Wasserzeichen gehabt haben, das auf einen KI-Ursprung hinweist. Es soll andeuten, dass die Karte mit Tools von OpenAI erstellt wurde. Wenn dies stimmt, überprüfte das Ergebnis offenbar niemand vor der Verwendung in der Präsentation.
Auf der Karte ist Nigeria, das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Afrikas, in der Sahelzone platziert. Mosambik, das sich im Südosten des Kontinents befindet, wurde nach Äthiopien verlagert. Uganda befindet sich zwar halbwegs an der korrekten Stelle, wie bei allen anderen Ländern stimmen aber die Landesgrenzen nicht.
Alle Länder mit falschen Grenzen und falsch platziert
Die Länder sind farbkodiert und haben Linien, die auf die Bezeichnungen am Bildrand führen. Die Bezeichnung der Elfenbeinküste verweist auf das Land, das mit der Farbe für Malawi gekennzeichnet ist.
"Wir übernehmen die volle Verantwortung für die Verwirrung und die falschen Darstellungen, die dies bei den Teilnehmern, einschließlich unserer afrikanischen Partner, ausgelöst hat", erklärte das US-Außenministerium. Von einem KI-Ursprung spricht die Behörde aber offenbar nicht direkt. Die Karte sei von einem Teammitglied erstellt worden, das die Präsentation auf die Schnelle geändert habe. Die Diskussionen auf der Konferenz seien dennoch produktiv gewesen.
Die US-Regierung unter Donald Trump fuhr nach dessen Wiederantritt die internationale Hilfe drastisch zurück oder stellte sie sogar ein. Das PEPFAR-Programm, mit dem Aids weltweit bekämpft werden soll, wurde 2025 unterbrochen, soll mittlerweile aber bezüglich der Medikamentenverteilung wieder aufgenommen worden sein.
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