Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

OpenAI unter Druck: Google und Anthropic holen auf

Drei Jahre nach dem Debüt von ChatGPT ist OpenAIs Vormachtstellung nicht mehr so klar. Google und Anthropic haben leistungsfähige Konkurrenten.
/ Andreas Donath
6 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
ChatGPT ist drei Jahre als geworden. (Bild: Andreas Donath)
ChatGPT ist drei Jahre als geworden. Bild: Andreas Donath

Das mit rund 500 Milliarden US-Dollar bewertete Unternehmen OpenAi bekommt technisch immer stärker Konkurrenz. Besonders Googles jüngste Veröffentlichung von Gemini 3 übertrifft OpenAIs GPT-5 in mehreren Bereichen.

"Die Welt von heute unterscheidet sich massiv von der Situation vor zwei Jahren, als OpenAI allen anderen voraus war,"sagte Thomas Wolf, Mitgründer und Chief Science Officer der KI-Plattform Hugging Face der Financial Times(öffnet im neuen Fenster). OpenAI-CEO Sam Altman selbst räumte jüngst in einem durchgesickerten Memo an die Belegschaft ein, das Unternehmen müsse sich auf eine Phase verschärften Wettbewerbs einstellen.

Nutzerzahlen der Gemini-App steigen

Noch vor einem Jahr schien Googles Position weniger gut, doch nach der Entwicklerkonferenz im Mai und dem Launch des Fototools Nano Banana stiegen die monatlichen Nutzerzahlen der Gemini-App von 400 Millionen auf 650 Millionen. Das scheint allerdings nicht problemlos zu skalieren. Alphabets Marktkapitalisierung nähert sich derweil 4 Billionen US-Dollar.

OpenAI hat zwar rund 800 Millionen wöchentliche Nutzer, doch Daten des Analysetools Similarweb zeigen laut Financial Times: Die Menschen verbringen inzwischen mehr Zeit mit Gemini als mit ChatGPT. Die zentrale Herausforderung für OpenAI besteht darin, genügend Einnahmen zu generieren – möglicherweise durch Werbeintegration und den Ausbau der Abobasis.

Google nutzt eigene Infrastruktur

Ein entscheidender Vorteil Googles: Das Unternehmen trainierte Gemini 3 mit eigenen Tensor-Processing-Unit-Chips statt auf Nvidia-Hardware angewiesen zu sein. "Dieser vollständig integrierte Ansatz über Hardware und Software ermöglicht es uns, Verbraucher, Kunden und Unternehmen in diesem Maßstab zu erreichen", sagte Koray Kavukcuoglu, KI-Architekt bei Google und CTO der Deepmind-Abteilung der Financial Times.

Anthropic punktet bei Unternehmenskunden

Parallel baut Anthropic, 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet, ein solides Enterprise-Geschäft auf. Das Unternehmen sammelt Kapital bei einer erwarteten Bewertung von rund 300 Milliarden US-Dollar. Der Claude-Chatbot punkte besonders bei Firmenkunden im Coding-Bereich, schreibt die Financial Times.


Relevante Themen