OpenAI unter Druck: Google und Anthropic holen auf
Das mit rund 500 Milliarden US-Dollar bewertete Unternehmen OpenAi bekommt technisch immer stärker Konkurrenz. Besonders Googles jüngste Veröffentlichung von Gemini 3 übertrifft OpenAIs GPT-5 in mehreren Bereichen.
"Die Welt von heute unterscheidet sich massiv von der Situation vor zwei Jahren, als OpenAI allen anderen voraus war,"sagte Thomas Wolf, Mitgründer und Chief Science Officer der KI-Plattform Hugging Face der Financial Times(öffnet im neuen Fenster). OpenAI-CEO Sam Altman selbst räumte jüngst in einem durchgesickerten Memo an die Belegschaft ein, das Unternehmen müsse sich auf eine Phase verschärften Wettbewerbs einstellen.
Nutzerzahlen der Gemini-App steigen
Noch vor einem Jahr schien Googles Position weniger gut, doch nach der Entwicklerkonferenz im Mai und dem Launch des Fototools Nano Banana stiegen die monatlichen Nutzerzahlen der Gemini-App von 400 Millionen auf 650 Millionen. Das scheint allerdings nicht problemlos zu skalieren. Alphabets Marktkapitalisierung nähert sich derweil 4 Billionen US-Dollar.
OpenAI hat zwar rund 800 Millionen wöchentliche Nutzer, doch Daten des Analysetools Similarweb zeigen laut Financial Times: Die Menschen verbringen inzwischen mehr Zeit mit Gemini als mit ChatGPT. Die zentrale Herausforderung für OpenAI besteht darin, genügend Einnahmen zu generieren – möglicherweise durch Werbeintegration und den Ausbau der Abobasis.
Google nutzt eigene Infrastruktur
Ein entscheidender Vorteil Googles: Das Unternehmen trainierte Gemini 3 mit eigenen Tensor-Processing-Unit-Chips statt auf Nvidia-Hardware angewiesen zu sein. "Dieser vollständig integrierte Ansatz über Hardware und Software ermöglicht es uns, Verbraucher, Kunden und Unternehmen in diesem Maßstab zu erreichen", sagte Koray Kavukcuoglu, KI-Architekt bei Google und CTO der Deepmind-Abteilung der Financial Times.
Anthropic punktet bei Unternehmenskunden
Parallel baut Anthropic, 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet, ein solides Enterprise-Geschäft auf. Das Unternehmen sammelt Kapital bei einer erwarteten Bewertung von rund 300 Milliarden US-Dollar. Der Claude-Chatbot punkte besonders bei Firmenkunden im Coding-Bereich, schreibt die Financial Times.
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