Abo
  • Services:

OpenAI: Roboterhand erhält Feinmotorik dank KI

OpenAI hat eine KI-Software entwickelt, die eine Roboterhand steuert. Statt die Bewegungen der Hand zu programmieren, haben die Entwickler die Software trainieren lassen, wie sie mit einem Würfel spielt, ohne ihn fallen zu lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Roboterhand mit Würfel: Erfahrung von zwei Jahren in einer Trainingsstunde
Roboterhand mit Würfel: Erfahrung von zwei Jahren in einer Trainingsstunde (Bild: OpenAI)

Einen Würfel halten, ihn in der Hand rollen lassen, bis eine bestimmte Seite oben liegt - kein Problem für uns Menschen. Für Roboter hingegen schon. Entwickler des Forschungsunternehmens OpenAI wollen das mit ihrem System Dactyl ändern.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn
  2. Bosch Gruppe, Reutlingen

Die Forscher legen einen Würfel in die Hand und weisen Dactyl an, diesen neu auszurichten, sodass eine andere Seite nach oben zeigt. Während die Hand den Würfel manipuliert, überwacht das System die Position der Fingerspitzen und hält die Bilder von drei Kameras im Blick.

Dactyl ist ein System, das künstliche Intelligenz (KI) nutzt und in Simulationen, also in der virtuellen Welt, trainiert wird. Da die Entwickler für das Training viel Rechenkapazität einsetzten - über 6.100 Prozessorkerne und acht Nvidia-V100-Grafikprozessoren - erlangte das System in einer Trainingsstunde in der Simulation die Erfahrung, die zwei Jahren Training in der realen Welt entsprach. In nur 50 Stunden hätten sie damit "eine menschenähnliche Roboterhand darauf trainiert, physische Objekte mit beispielloser Geschicklichkeit zu manipulieren", schreiben die Entwickler von OpenAI in ihrem Blog.

Zunächst simulierten die OpenAI-Entwickler die Aufgabe ganz konventionell. Dann fügten sie in die Simulation Zufallsfaktoren ein, etwa dass der Würfel jedes Mal eine andere Größe oder ein anderes Gewicht hatte oder dass seine Oberfläche unterschiedlich beschaffen war und er so mal besser oder mal schlechter zu greifen war. Selbst die Schwerkraft veränderten sie.

Dadurch bekam Dactyl ein besseres Verständnis davon, wie es sein könnte, mit einem realen Würfel umzugehen. Einmal schaffte die Hand es schließlich, den Würfel 50-mal hintereinander zu drehen, ohne ihn dabei fallen zu lassen. Der Schnitt lag allerdings niedriger, bei 13 erfolgreichen Manipulationen.

Die Hand, die OpenAI nutzt, ist eine Shadow Dexterous Hand des Londoner Unternehmens Shadow Robot. Sie wird unter anderem in der robotischen Küche des britischen Unternehmens Moley Robotics eingesetzt.

OpenAI ist ein nicht profitorientiertes Forschungsunternehmen, das im Bereich der KI forscht. Unterstützt wird es unter anderem von Elon Musk.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 14,99€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 2,99€
  4. (-67%) 16,49€

Palerider 01. Aug 2018 / Themenstart

Das ist ein, wenn nicht der Grund, warum das menschliche Gehirn m.E. noch überlegen ist...

Palerider 31. Jul 2018 / Themenstart

Verdammt, Du warst schneller... musste auch sofort an die Szene denken.

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Ark Survival Evolved für Smartphones - angespielt

Wir spielen Ark Survival Evolved auf einem Google Pixel 2.

Ark Survival Evolved für Smartphones - angespielt Video aufrufen
Elektromobilität: Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen
Elektromobilität
Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen

Die Anschaffung eines Elektroautos scheitert häufig an der fehlenden Lademöglichkeit am heimischen Parkplatz. Doch die Bundesregierung will vorerst keinen eigenen Gesetzesentwurf für einen Anspruch von Wohnungseigentümern und Mietern vorlegen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. TU Graz Der Roboter als E-Tankwart
  2. WLTP VW kann Elektro- und Hybridautos 2018 nicht mehr verkaufen
  3. Elektroautos Daimler-Betriebsrat will Akkuzellen aus Europa

Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Spezial Unabhängige Riesen und Ritter für Nintendo Switch
  2. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  3. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  2. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden
  3. Landspace Chinesisches Raumfahrtunternehmen kündigt Raketenstart an

    •  /