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OpenAI: KI spart Arbeitnehmern bis zu einer Stunde pro Tag

ChatGPT und andere KI-Tools verschaffen Beschäftigten laut einer Studie von OpenAI messbare Zeitgewinne. Doch die Debatte bleibt kontrovers.
/ Andreas Donath
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KI soll den Büroalltag vereinfachen. (Bild: Pexels)
KI soll den Büroalltag vereinfachen. Bild: Pexels

OpenAI hat Ergebnisse einer Befragung von 9.000 Mitarbeitern in 100 Unternehmen veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Demnach sparen die KI-Produkte des Unternehmens Beschäftigten zwischen 40 und 60 Minuten pro Tag bei beruflichen Aufgaben.

Spürbare Zeitgewinne gab es in Bereichen wie Data Science, Engineering und Kommunikation. Auch das Rechnungswesen profitierte messbar. Drei Viertel der befragten Mitarbeiter gaben an, dass der KI-Einsatz entweder die Geschwindigkeit oder die Qualität ihrer Arbeit verbessert habe.

MIT-Forscher hatten Anfang des Jahres derweil laut einem Artikel der Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster) , die meisten Organisationen erzielten nur minimale Renditen aus ihren Investitionen in generative KI. Eine weitere Studie von Harvard- und Stanford-Wissenschaftlern führte den Begriff Workslop ein. Gemeint sind KI-generierte Inhalte, die funktional erscheinen, aber keine substanzielle Bedeutung haben.

OpenAI reagiert auf Skepsis der Branche

Die Veröffentlichung eigener Auswertungen von OpenAI und anderer KI-Unternehmen ist eine Reaktion auf die skeptischen Studien. Vergangene Woche publizierte Anthropic einen Bericht(öffnet im neuen Fenster) , demzufolge sein KI-Tool Claude die Bearbeitungszeit vieler Aufgaben um 80 Prozent reduziert. Diese Analyse basierte auf 100.000 Nutzerkonversationen. Weder OpenAIs noch Anthropics Berichte wurden allerdings durch unabhängige Begutachter evaluiert. Die ChatGPT-Studie gibt Wahrnehmungen wider, keine unabhängigen Produktivitätsmessungen.

"Es gibt viele Studien, die dies, das und jenes behaupten" , sagte OpenAI-COO Brad Lightcap. Diese Studien stimmten nie ganz mit dem überein, "was wir in der Praxis sehen" .

Die Umfrageteilnehmer wurden drei bis vier Wochen nach Beginn der Nutzung der KI-Tools bei der Arbeit befragt. Mitarbeiter, die intensiv mit fortgeschrittenen KI-Modellen arbeiten und mehrere Tools nutzen, berichteten offenbar den größten Nutzen.

"Drei von vier Personen sagen jetzt: Ich kann Dinge tun, die ich vorher nicht tun konnte" , sagte OpenAIs Chefökonom Ronnie Chatterji. Diese Erweiterung der Fähigkeiten werde in Diskussionen über die Rolle von KI am Arbeitsplatz oft übersehen.


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