Open5GCore: 5G-Kernnetz von Fraunhofer läuft mit Huawei und Nokia

Der Open5GCore richtet sich an reine 5G-Netze im Standalone-Betrieb.

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Campusnetze in der Industrie
Campusnetze in der Industrie (Bild: Philipp Plum/ Fraunhofer FOKUS)

Das 5G-Kernnetz des Fraunhofer Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) funktioniert problemlos mit den Basisstationen von Huawei und Nokia. Das gab das Institut am 17. Juni 2020 bekannt. Mit dem Open5GCore und der 5G-Funktechnik der Hersteller steht ein 5G-Netz im Standalone (SA)-Betrieb zur Verfügung, im Gegensatz zu Non-Standalone-Netzen, die 5G-Basisstationen mit vorhandenen 4G-Kernnetzen kombinieren.

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"Eine Besonderheit hier ist, dass es um ein Standalone-5G-Netz geht. Heute handelt es sich ja meistens um Non-Standalone-Lösungen. Zum anderen bieten Hersteller meistens eine Ende-zu-Ende-Lösung, dann sind Core und RAN von einem Hersteller und kompatibel. Wir legen unseren Schwerpunkt auf Interoperabilität, unser Core funktioniert mit Basisstationen unterschiedlicher Hersteller", sagte FOKUS-Sprecherin Mitra Motakef-Tratar Golem.de auf Anfrage.

Professor Thomas Magedanz, Leiter des Geschäftsbereichs Software-based Networks am Fraunhofer Institut FOKUS, erklärte: "Für die Sicherheit großer Produktionsanlagen oder kritischer Infrastrukturen ist es entscheidend, dass für das Kommunikationsnetz Hard- und Softwarekomponenten verschiedener Hersteller benutzt werden können und so eine technische Redundanz erzielt wird." Die Vermeidung eines Vendor-Lock-ins, der Abhängigkeit von einem bestimmten Hersteller, fördere ein innovatives Netz mit aktuell leistungsstärksten Funktechnologien verschiedener Hersteller.

Standard-Schnittstellen und Interoperabilität gebe es nur, wenn vom Kunden gefordert, sagte Magedanz Golem.de. "Aktuell verbauen Netzbetreiber im 5G-Rollout Non-Standalone-5G-Lösungen und erproben hier das Zusammenspiel. Wir haben aber die nächste Variante getestet. 5G-Standalone-Core und RAN-Produkte sind noch nicht im Massenmarkt." Insbesondere gebe es noch keine Core-Produkte oder Prototypen für Campusnetze. Und es gebe noch keine Erfahrungen mit der Interoperabilität von SA-Core und SA-RAN unterschiedlicher Hersteller. Der FOKUS-5G-Core sei der erste, derzeit einzige 5G-SA-Core für Campusnetze und habe nun gezeigt, dass er mit verschiedenen Herstellern läuft.

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"Testen und Anpassungen waren erforderlich. Nun können FOKUS-5G-Campus-Testkunden ihre Lieblings-RAN-Anbieter aussuchen und es sollte mit unserem Core gut funktionieren", sagte Magedanz.

Ein 5G-Netz besteht aus Endgeräten, Basisstationen mit Antennen, die für das Funknetz oder RAN (Radio Access Network) sorgen, sowie dem Kernnetz. Dies verbindet das RAN mit den Unternehmensservern oder den Internetservern. Im Kernnetz laufen die Steuerprogramme für die Kommunikation. Bei 5G werden Kernnetze Software-basiert umgesetzt.

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