Open Source: Worldcoin legt seinen Orb-Code offen
Das Geschäftsmodell des Krypto-Start-ups Worldcoin erscheint für viele Außenstehende undurchsichtig, aber die Technologie wird nun transparenter. Die Software von Worldcoins Iris-Scanner ist nun auf Github(öffnet im neuen Fenster) einsehbar. Der Code steht wie die Programmiersprache Rust, die Worldcoin verwendet, unter einer dualen MIT- und Apache-Lizenz. Das heißt, er kann wahlweise nach den Bedingungen der MIT- oder der Apache-Lizenz genutzt werden.
Worldcoin hatte im vergangenen Jahr schon Einsichten in die Hardware(öffnet im neuen Fenster) des Orb genannten Biometrie-Scanners sowie ihr Iris-Erkennungs-System(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Worldcoin möchte mit dieser Veröffentlichung Datenschutzbedenken entgegenwirken(öffnet im neuen Fenster).
Die Veröffentlichung von Spezifikationen und Code bedeutet noch nicht, dass andere Anbieter den Iris-Scanner zur Nutzung von Worldcoins Produkten nachbauen können. Auch wenn man diese Möglichkeit offen hält, sollen Nutzer "nicht blind einem Orb-Hersteller vertrauen, die Privatsphäre bewahrende Firmware originalgetreu und korrekt zu implementieren."
Datenschutzbedenken bleiben trotz Transparenzbemühungen
Trotz Worldcoins Transparenzbemühungen gibt es seit dem Start der kostenlosen Iris-Scans Bedenken. So kam es etwa in Kenia zur Durchsuchung eines Lagers der Betriberfirma.Zuletzt untersagte die spanische Datenschutzbehörde Worldcoin den Betrieb im Land. Worldcoin will rechtlich(öffnet im neuen Fenster) dagegen vorgehen.
Worldcoin wurde 2019 gegründet, 2023 startete das Projekt nach einem längeren Testzeitraum mit der kostenlosen Registrierung von Kunden. Das Unternehmen hinter der Technologie sitzt rechtlich zwar in den USA (wo es seine Kryptowährung bislang nicht anbieten darf), Worldcoin-Gründer Alex Blania kommt allerdings aus Erlangen.
Die Idee ist eine Mischung aus der Identifikation mittels des Orb und der Auszahlung einer eigenen Kryptowährung für registrierte Nutzer. Mit dem an diesen Iris-Scan gekoppelten Benutzerkonto sollen Nutzer von Onlinediensten sich als Menschen authentifizieren und nachweisen können, keine künstliche Intelligenz zu sein.
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