Open Source: Windows-Spiele laufen unter Linux auf Apple Silicon
Die Entwickler von Asahi Linux, einem Projekt, das Linux auf Apples Silicon-Macs gebracht hat, machen mit ihrer Arbeit am Vulkan-GPU-Treiber(öffnet im neuen Fenster) nun auch hochwertige Spiele lauffähig.
Die Leiterin des Asahi-Linux-GPU-Projekts, Alyssa Rosenzweig, erklärt den Erfolg(öffnet im neuen Fenster) mit dem Zusammenspiel verschiedener Open-Source-Projekte. Beteiligt waren das FEX-Projekt zur Umsetzung von x86-CPU-Code auf Arm, das Wine-Projekt, um Windows-Binärdateien unter Linux ausführen zu können, sowie DXVK und das Proton-Projekt, um DiectX-12-API-Aufrufe in Vulkan-API-Aufrufe zu übersetzen. Das Asahi-Projekt steuerte schlussendlich den Vulkan-konformen Treiber für Apples Grafikhardware bei.
Technisch gesehen werden die Spiele in einer virtuellen Maschine (VM) ausgeführt, da Apple Silicon und x86-Systeme den Speicher unterschiedlich adressieren. Bei Apple werden 16-KB-Speicherseiten verwendet, bei x86-Systemen sind es 4 KB. Die VM verhindert, dass es hierdurch zu Problemen kommt.
M3-Systeme werden noch nicht unterstützt
Im Blogbeitrag von Rosenzweig werden Screenshots von Control, Fallout 4, The Witcher 3, Ghostrunner, Cyberpunk 2077, Portal 2 und Hollow Knight gezeigt. Viele dieser Spiele laufen aber noch nicht annähernd mit 60 fps, da man den Grundstein richtig gelegt haben möchte, bevor es an die Verbesserung der Leistung geht.
Bereits im April wurde die erste Vulkan-1.3-konforme Version des Asahi-GPU-Treibers unter dem Codenamen Honeykrisp veröffentlicht. Seitdem wurden zusätzliche Erweiterungen hinzugefügt, die für die Unterstützung der DXVK-Übersetzungsschicht notwendig sind.
Der neue Treiber ist als Alphaversion in der aktuellen Fedora-Asahi-Remix-Distribution verfügbar und soll auf M1- und M2-Prozessoren laufen. M3-Systeme werden noch nicht unterstützt, da das Team zunächst die Implementation in M1- und M2-Systemen verbessern möchte. Eine 1.0-Version des Treibers soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Aufgrund des Emulations-Overheads werden die meisten Spiele mindestens 16 GB RAM benötigen, sagt Rosenzweig.
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