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Open Source: Whistleblower-Plattform von Aaron Swartz auf Github

Eine offene Gesellschaft braucht Whistleblower, und die brauchen Schutz. Ein neuer anonymer Briefkasten bietet ihn. Der Programmierer und Netzaktivist Aaron Swartz hat ihn entwickelt, sein Code ist quelloffen.
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Aaron Swartz im Februar 2008 (Bild: Noah Berger/Reuters)
Aaron Swartz im Februar 2008 Bild: Noah Berger/Reuters

Nicht zuletzt Edward Snowden zeigt(öffnet im neuen Fenster), wie wichtig sogenannte Whistleblower für eine aufgeklärte Gesellschaft sind. Manche Rechtsbrüche kommen nur ans Licht, wenn ein Insider sie publik macht. Da das – wie ebenfalls Snowden und vor allem Chelsea Manning belegen – gefährlich ist, braucht es anonyme Wege, um Sauereien öffentlich zu machen.

Die amerikanische Freedom of the Press Foundation hat nun ein Werkzeug veröffentlicht, um anonyme Datenspenden möglichst sicher zu machen. Entwickelt hat es der vor einiger Zeit verstorbene Hacker Aaron Swartz.

Swartz war ein begabter Programmierer und ein Aktivist der amerikanischen Netzszene, er hat unter anderem das Format RSS mitentwickelt und war bei Creative Commons beteiligt.

Eine seiner letzten Arbeiten war eben eine anonyme Postbox. Für das Magazin New Yorker entwickelte er das System namens Strongbox(öffnet im neuen Fenster) – unter der Bedingung, dass dessen Code Open Source sein solle, also allen zur Verfügung stehen. (Hier der Briefkasten des New Yorker(öffnet im neuen Fenster))

Den Open-Source-Gedanken hat die Freedom of the Press Foundation nun vollständig umgesetzt. Sie hat das System geprüft und weiterentwickelt und bietet es unter dem Namen Securedrop kostenlos jedem Medium auf der Welt an, zusammen mit Unterstützung beim Installieren und Hilfe beim Betrieb(öffnet im neuen Fenster). Den Code getestet haben unter anderem der Sicherheitsanalyst Bruce Schneier(öffnet im neuen Fenster) und der Entwickler von TOR, Jacob Applebaum.

New Yorker und Freedom of the Press Foundation sind nicht die Ersten, die erkannt haben, wie wichtig anonyme Kommunikationswege zu Lesern und Informanten sind. In Deutschland haben verschiedene Medien solche Briefkästen zum Teil bereits seit Jahren. Zeit Online bietet beispielsweise einen an, der ebenfalls Open Source ist, der Code steht wie das System von Swartz(öffnet im neuen Fenster) beim Portal Github(öffnet im neuen Fenster).


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