Abspaltungen als Korrektiv
Egal, wie die Strukturen innerhalb eines freien Projekts aussehen – das Machtgefüge ist stets zerbrechlich. Die verwendeten freien Lizenzen ermöglichen Forks, digitale Revolten.
Sind Teile der Community unzufrieden, können sie die Software oder Inhalte klonen und unter neuem Namen sowie neuer Struktur weiterentwickeln. über eine solche Abspaltung entstand Libreoffice als Alternative zum kommerziellen Openoffice. Und als sich die deutsche Wikitravel-Community nicht mehr vom Unternehmen hinter dem freien Reiseführer repräsentiert fühlte, kopierte sie die Inhalte und schuf Wikivoyage.
Das alte Projekt gibt es nach der Abspaltung weiterhin. Es steht aber mit empfindlich dezimierter oder sogar ganz ohne Community da. Forks sind die schärfsten Waffen der Communitys.
Die Freiheit eines Neuanfangs
Das ist die vielleicht größte Gemeinsamkeit der digitalen Gegenwelt im Vergleich mit dem nicht-freien Big-Tech-Kosmos. Einfach mal so Whatsapp, Windows oder Tiktok zu klonen, ist undenkbar. Die Freiheit eines freien Projekts hingegen bedeutet stets auch die Möglichkeit, abzuwandern und es anders und vielleicht besser zu probieren.
Wer hat das Sagen, wenn nicht Unternehmen, Hierarchien und Arbeitsverträge den Rahmen setzen? Wer kann bei Meinungsverschiedenheiten entscheiden? In unserer Serie "Wer hat das Sagen bei freien Projekten?" leuchten wir genau aus, wer bei einzelnen freien Projekten die Macht hat. In der nächsten Folge: Bitcoin.
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| Macht in Open-Source-Unternehmen |










Das bezieht sich wahrscheinlich auf die kürzliche Debatte um das Gehalt der CEO von...
Der Artikel verwendet den Eigentumsbegriff eher seltsam, insbesondere indem er ihn in...
Unsinn. Wer zum Dikator eines Open Source Projektes aufsteigen will, forkt es einfach...
Das ist doch der Grundgedanke der Demokratie. Müssen wir das ernsthaft noch hinterfragen? #sb
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