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Open Source: Videokonferenz-Software Jitsi Meet bekommt neue Funktionen

Die Open-Source -Lösung für Videokonferenzen Jitsi Meet lässt Teilnehmer unter anderem leichter verstummen.
/ Tobias Költzsch
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Videokonferenzen mit Jitsi Meet werden komfortabler. (Bild: Pixabay)
Videokonferenzen mit Jitsi Meet werden komfortabler. Bild: Pixabay / CC0 1.0

Die Macher der Videokonferenz-Software Jitsi Meet haben neue Funktionen für ihr Open-Source-Programm vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) . Unter anderem wurde der Bildschirmspiegelungsmodus erweitert, zudem lassen sich Teilnehmer künftig leichter stummschalten.

Bisher konnten Nutzer von Jitsi Meet ihren Bildschirminhalt freigeben und den anderen Teilnehmern der Konferenz zeigen, allerdings dabei nur ihren Mikrofonton weitergeben. Der Ton der gespiegelten Bildschirminhalte wurde nicht weitergegeben, was das Jitsi-Team nun geändert hat. Künftig können Nutzer den anderen Teilnehmern beispielsweise Videos mit Ton zeigen.

Allerdings gibt es dabei Einschränkungen: Unter Windows lässt sich der komplette Systemton teilen, also beispielsweise auch die Audiosignale eines Videoplayers. Unter Linux und MacOS können Nutzer nur den Ton des gerade gezeigten Browser-Tabs weitergeben.

Einfacher für Ruhe sorgen

Eine weitere Neuerung betrifft die Stummschaltung von Konferenzteilnehmern. Bislang mussten alle Teilnehmer einzeln stummgeschaltet werden, was je nach Größe der Videokonferenz mitunter ein nerviges Unterfangen war. Künftig gibt es die Möglichkeit, einfach alle Nutzer außer sich selbst stummzuschalten. Das ist praktisch, um generelle Störgeräusche wie Tastaturtippen, Rascheln und anderes zu vermeiden.

Künftig können Nutzer von Jitsi Meet außerdem ihre Audio- und Videoeinstellungen schneller ändern. Bislang mussten sich Nutzer dazu durch eine Reihe von Menüs klicken, bis sie die jeweiligen Optionen erreicht hatten. Künftig gibt es in der Audio- und Videoschaltfläche jeweils ein Drop-Down-Menü, worüber die verschiedenen Geräte ausgewählt werden können. Viele anderen Videokonferenzprogramme ermöglichen dies bereits seit längerem.

Als Open-Source-Software ist Jitsi Meet eine Alternative zu kommerziellen Videokonferenzprogrammen . Nutzer können eine eigene Instanz aufsetzen, auf der die Software läuft.

Da die offizielle Instanz von Jitsi Meet zurzeit öfter überlastet ist, haben wir uns entschieden, temporär selbst eine öffentliche Instanz zu betreiben. Sie kann unter meet.golem.de abgerufen und von unseren Lesern für eigene Konferenzen genutzt werden.

Jitsi Meet auf eigenem Linux-Server installieren – Tutorial
Jitsi Meet auf eigenem Linux-Server installieren – Tutorial (20:07)

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