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Echtes Open-Source-Geschäft

Gemeinsam mit seinen Mitstreitern, die wie Karlitschek Owncloud verließen, suchte das Team nach einer langfristigen Perspektive für das Projekt und für ein neues Unternehmen als Sponsor. Einige zugrundeliegende Prinzipien seien bei dem Start von Nextcloud auch viel klarer gewesen als bei Owncloud, sagte Karlitschek auf der Fosdem.

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So sollte das Unternehmen unter anderem auf Nachhaltigkeit angelegt sein und auf externes Investment verzichten können und nicht wie bei Owncloud abhängig von einem externen Risikokapitalgeber sein. Anders als beim Open-Core-Modell von Owncloud sollte der gesamte Code Open Source und Beiträge nicht an sogenannte Contributor License Agreements (CLA) gebunden sein. Daraus folgt für Nextcloud ein verteiltes Modell der Urheberschaft, wie etwa auch beim Linux-Kernel. Während also Owncloud jederzeit rechtlich die Möglichkeit hat, den Code proprietär weiter zu lizenzieren, wird das bei Nextcloud explizit unterbunden.

Finanziert werde Nextcloud über Enterprise-Support-Verträge, wie sie auch bei Red Hat, Suse und anderen großen Open-Source-Unternehmen üblich seien. Das Team habe sich dort "inspirieren" lassen. Das Konzept baue darauf, dass Kunden jemanden anrufen könnten, wenn etwas "explodiert" - im besten Fall den Entwickler, der für den betroffenen Code zuständig war.

Kunden verstehen Open Source

Zusätzlich zu diesem Prinzip, das so oder ähnlich auch von Unternehmen mit proprietärer Software genutzt werde, verstünden auch die Nextcloud-Kunden die Vorteile der Open-Source-Software, sagte Karlitschek. Das dürfte an deren Interaktion mit der Community liegen, aber auch einfach nur daran, dass die Nextcloud-Kunden nicht auf proprietäre Lizenzen bestehen und die AGPL schlicht akzeptieren.

Üblicherweise könne ein genutztes proprietäres Softwareprodukt nicht geändert werden, und Änderungswünsche würden insbesondere dann von Softwareanbietern vernachlässigt, wenn diese von kleineren Unternehmen stammten. Dank des freien Codes ließen sich Probleme selbst beheben oder andere damit beauftragen. Ob das dann das Nextcloud-Unternehmen sei oder andere, sei irrelevant und offenbar verstünden die Nextcloud-Kunden das als eigenen Vorteil.

Darüber hinaus sei das Lizenzmodell klar und einfach verständlich, sagte Karlitschek. Die GPL und die AGPL seien von vielen Anwälten und Gerichten inzwischen gut studiert und mehr oder weniger unveränderlich. Bei proprietären Lizenzen sei eine Evaluation dazu, was erlaubt sei und was nicht, vermutlich schwieriger. Außerdem könne jeder Kunde, jeder Nutzer die Software auch weiterverwenden, wenn das derzeitige Entwicklerteam nicht mehr existieren sollte. Auch das ist bei proprietärer Software natürlich nicht so einfach möglich.

All diese Überlegungen ließen laut Karlitschek das Unternehmen nur wenige Monate nach Gründung profitabel werden. Seinen Worten zufolge ist Nextcloud auch weiter auf Erfolgskurs.

 Open-Source-Unternehmen: Startups sterben, Nextcloud startet neu
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daghaedd 10. Feb 2018

Ich habe die Amazon Cloud. So einen viereckigen Kasten für die Datensicherung will ich...

ZappaF. 10. Feb 2018

Danke... mir ging es ja ebenso... Und wenn sie online auch auf ihre Kontakte/Calender...

robinx999 06. Feb 2018

Wäre in dem Fall eher ein Feature Request und die gibt es sogar schon https://github.com...

Ford Prefect 06. Feb 2018

Guter Punkt, dass es von Außen schwer ist, die Aussagen zu belegen oder zu widerlegen...

madawi92 06. Feb 2018

Das Geschäftsmodell meines Arbeitgebers ist es, Open Source Anwendungen an die Wünsche...


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