Open Source: Systemd 255 bringt Blue Screen of Death auf Linux

Schnelle Hilfe bei Abstürzen soll der Bluescreen nun auch Linux-Nutzern bieten. Systemd will außerdem die alten SysV-Skripte endlich loswerden.

Artikel veröffentlicht am ,
Linux-Systeme mit Systemd bekommen einen Bluescreen.
Linux-Systeme mit Systemd bekommen einen Bluescreen. (Bild: Pixabay)

Die Sammlung von Linux-Userspace-Werkzeugen und Systemdiensten Systemd ist in Version 255 erschienen. Wie üblich enthält die inzwischen sehr große Werkzeugsammlung zahlreiche Veränderungen sowie auch einige komplett neue Tools.

Dazu gehört auch ein Blue Screen of Death (BSoD), der klar an die ebenso bezeichneten Fehlermeldungen von Windows angelehnt ist und in Systemd über einen entsprechenden Systemdienst umgesetzt wird.

Wie das berühmt-berüchtigte Original unter Windows soll auch der Systemd-BSoD eine Fehlermeldung etwa beim Boot auf einem blauen Hintergrund anzeigen. Ein ebenfalls dargestellter QR-Code soll sich von Nutzer scannen lassen, um so weitere Hilfe anzubieten.

Hilfe bei Kernel Panic

Fehlerhafte Treiber oder auch Probleme mit der Hardware können unter Linux zu einer sogenannten Kernel Panic führen, wobei der Kernel selbst und damit das gesamte Betriebssystem plötzlich seine Arbeit einstellt. Dann hilft nur noch ein Neustart, der BSoD liefert nun eine einfache Hilfe in solch einer Situation.

Neu hinzugekommen ist außerdem das Werkzeug Systemd-VMspawn, das die gleichen Schnittstellen und Funktionen für virtuelle Maschinen bieten soll, wie dies bereits mit Systemd-Nspawn für Container umgesetzt wurde. Als Backend wird hier bisher allerdings nur Qemu unterstützt. Mögliche weitere VM-Umsetzungen könnten folgen. Deutlich verbessert hat das Team darüber hinaus zahlreiche Funktionen im Zusammenhang mit der Verschlüsselung und insbesondere mit TPMv2.

Völlig überarbeitet haben die Beteiligten die Art und Weise, wie Dienste gestartet werden. Bisher wurde dafür Fork eingesetzt, wobei der gesamte geteilte Speicherbereich der Diensteverwaltung übernommen wurde. Der konkrete Aufbau und Ablauf sorgte dabei für zahlreiche Probleme. In der aktuellen Version setzt Systemd stattdessen auf Posix-Spawn. Künftig nicht mehr unterstützt werden sollen die alten SysV-Skripte sowie die Cgroupv1-Schnittstelle.

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dummzeuch 08. Dez 2023

Ich ging eigentlich davon aus, dass die Information nicht nur im QR-Code enthalten ist...

Anonymer Nutzer 08. Dez 2023

Was ist denn das für Hardware, die nur von SD Karte oder HDD booten kann, nicht aber von...

Termuellinator 08. Dez 2023

Aus Anwendersicht sicher nicht. Aus Administrationssicht finde ich systemd eigentlich...



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