Open Source: Studie für die EU-Kommission fordert mehr Investitionen

Forscher geben Empfehlungen für die Förderung von Open-Source für einen digital-autonomen öffentlichen Sektor und Wirtschaftswachstum.

Artikel veröffentlicht am ,
Offen für Open Source
Offen für Open Source (Bild: Sean McMenemy via Flickr/CC-BY 2.0)

In einer von der Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien (GD Connect) der EU-Kommission beauftragten Studie bewerten Forscher des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) und vom Openforum Europe (OFE) die ökonomischen Auswirkungen von Open-Source-Soft- und Hardware hinsichtlich technologischer Unabhängigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation. Sie empfehlen auch, durch gesetzliche Verankerungen die Förderung von Open Source voranzutreiben.

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer (w/m/d)
    Bundeskriminalamt, Wiesbaden, Berlin, Meckenheim
  2. Projektmanager Digitalisierung (m/w/d)
    Villeroy & Boch AG Hauptverwaltung, Mettlach
Detailsuche

Für die Studie zogen die Forscher neben relevanter Literatur und statistischen Analysen auch mehrere Fallstudien in Betracht und befragten für eine repräsentative Stichprobe Unternehmer und Entwickler. Sie fanden eine starke Konsistenz zwischen den bereitgestellten Daten über die bereits vorhandenen als auch den speziell für die Studie erhobenen Daten. Ganz frisch aber sind die Daten nicht mehr: Sie beziehen sich auf das Jahr 2018.

Europa sollte mehr investieren

Geschätzt investierten in der EU ansässige Unternehmen 2018 eine Milliarde Euro in Open Source Software. Die Auswirkungen auf die Europäische Wirtschaft betrugen dagegen lediglich 65 bis 95 Milliarden Euro. Damit profitiere die EU vor allem von Investitionen, die außerhalb der EU getätigt werden würden.

Die Forscher rechnen vor, dass eine Erhöhung der Investitionen aus der EU trotzdem gut angelegtes Geld wäre. Durch eine Steigerung der Gelder von zehn Prozent im Jahr könne ihrer Prognose zufolge das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 bis 0,6 Prozent steigen. Alleine in Deutschland wären dies - ausgehend von 3,4 Billionen Euro BIP im Jahr 2018 - pro Jahr 17 Milliarden Euro. EU27-weit betrachtet liegt der Anteil Deutschlands am Gesamt-BIP ca. 25 Prozent.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    09.-13.01.2023, virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    17.01.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

Doch auch die Startups würden profitieren: Die Forscher rechnen bei den zehn Prozent mehr Investitionen mit EU-weit mehr als 600 zusätzlichen Startups im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik. Nicht ganz neu, aber nach wie vor aktuell ist auch die Forderung nach dem Einsatz von Open Source in der Verwaltung - zur Kostenersparnis.

Open-Source-Hardware darf nicht verschlafen werden

Ganz schlecht sieht es laut den Forschern bisher aber bei der Open-Source-Hardware aus. Hier herrsche dringender Handlungsbedarf, um das Thema in der Europäischen Union stärker zu besetzen. Ein besonderes Hemmnis sehen sie "bei der Behandlung von Ausnahmen für die Umsetzung patentierter Erfindungen im Rahmen der Forschung, für gemeinnützige Tätigkeiten oder für den persönlichen Gebrauch". Von ihnen wird daher sehr viel mehr Kohärenz gefordert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Katastrophenschutz  
Endlich klingelt es am Warntag

Zwei Jahre nach dem ersten bundesweiten Warntag klingelt es dank Cell Broadcast deutschlandweit. An anderen Stellen fehlen weiterhin Warnmittel.

Katastrophenschutz: Endlich klingelt es am Warntag
Artikel
  1. Kritische Infrastruktur: Nicht nur die IT soll geschützt werden
    Kritische Infrastruktur
    Nicht nur die IT soll geschützt werden

    Die Bundesregierung will den Schutz kritischer Infrastrukturen vereinheitlichen und verstärken.

  2. Deepmind: Ist KI nun schlauer als bekannte Mathematiker?
    Deepmind
    Ist KI nun schlauer als bekannte Mathematiker?

    Künstliche Intelligenz hat einen neuen Rechenweg für Matrizen gefunden. Wir erklären im Detail, was genau Deepmind geschafft hat und warum weitere Durchbrüche zu erwarten sind.
    Von Matthias Müller-Brockhausen

  3. RHEL-Klon: Cern und Fermilab setzen auf CentOS-Alternative Alma Linux
    RHEL-Klon
    Cern und Fermilab setzen auf CentOS-Alternative Alma Linux

    Die Arbeiten am eigenen Scientific Linux laufen aus, das bisherige CentOS gibt es bald nicht mehr. Die Institute satteln also um.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bei Amazon • Samsung SSDs bis -28% • Rabatt-Code für ebay • Logitech Mäuse, Tastaturen & Headsets -53% • HyperX PC-Peripherie -56% • Google Pixel 6 & 7 -49% • PS5-Spiele günstiger • Tiefstpreise: Asus RTX 4080 1.640,90€, Roccat Kone Pro 39,99€, Asus RTX 6950 XT 939€ [Werbung]
    •  /