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Wo kann Open Source überhaupt genutzt werden?

Abseits davon wird sich die Berliner Verwaltung anschauen, welche Software wie kritisch für den Betrieb ist und welche Software-Abhängigkeiten im Software-Stack existieren. Dazu soll ein standardisiertes Vorgehen entwickelt werden, das auf dem existierenden Software-Asset-Management des IT-Dienstleisters ITDZ basiert.

Sogenannte Single-Point-of-Failures, also kritische Systeme, die beim Wegfall einen enormen negativen Einschlag haben können, sollen identifiziert und vermieden werden. Aktuell wäre ein solcher Punkt, dass fast alle Computer auf Microsoft-Software aufbauen und ohne diese nicht funktionieren.

Das ITDZ wird für die Zukunft eine Testumgebung aufsetzen, in der Open-Source-Lösungen geschlossen ausprobiert und entwickelt werden können. Auch können hier Kompatibilitäten und Abhängigkeiten mit anderen eingesetzten Programmen getestet werden. So sollen Entwickler einschätzen können, wie sich ein Tool in die IT- Landschaft der Verwaltung einbinden lässt und wie viel Arbeit dies benötigen würde.

Linux-Arbeitsplatz für Krisenzeiten

Ein erstes handfestes Projekt wurde ebenfalls genannt. Es wird ein Client auf Basis von Opendesk und Linux eingerichtet, der als Notfallarbeitsplatz agieren kann, wenn die Hauptinfrastruktur beeinträchtigt ist. Die Machbarkeit eines solchen Arbeitsplatzes soll auf vier Ebenen geprüft werden: dem Betriebssystem, der Virtualisierungsebene, dem Citrix-Workspace und den Anwendungen.

Generell befindet sich die Berliner Verwaltung noch am Anfang dieses Projekts. Das wird auch deutlich, da innerhalb der Konzeptionalisierung des Öfteren Prototypen und geplante Maßnahmen erwähnt werden, bisher aber noch keine konkreten Ergebnisse aufgezeigt wurden.

Das Jahr 2026 wird zeigen, inwieweit sich die doch recht umfassenden Pläne überhaupt umsetzen lassen in einer Organisation, die aktuell fast ausschließlich auf proprietäre Software setzt – und das bereits seit Jahrzehnten.


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