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Open Source: Rust bekommt offiziell neue Community-Führung

Ein Rat mit Beteiligten aus allen Teilprojekten soll künftig das Open-Source-Projekt der Programmiersprache Rust führen.
/ Sebastian Grüner
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Die Rust-Community bekommt ein neues Führungsgremium. (Bild: Parks Australia via Getty Images)
Die Rust-Community bekommt ein neues Führungsgremium. Bild: Parks Australia via Getty Images

Nach langwierigen Diskussionen und einer Interimslösung mit vielen Problemen , hat die Community der Programmiersprache Rust nun offiziell ein neues Führungsgremium(öffnet im neuen Fenster) - das Leadership Council. Mit der Einsetzung dieses Rates endeten sowohl die Verantwortlichkeiten des Kernteams als auch des Interims-Führungs-Chats. Bei Letzterem handelte es sich um einen nicht-öffentlichen Chat für Besprechungen. Einen offiziellen Prozess zur Entscheidungsfindung oder klare Regeln gab es dabei aber nicht.

Zu dem neuen Gremium heißt es in der Ankündigung: "Der Rat wird die Verantwortung für die Belange der obersten Führung übernehmen, während die meisten Aufgaben des Rust-Projekts (wie die Wartung des Compilers und der Kernwerkzeuge, die Weiterentwicklung der Sprache und der Standardbibliotheken, die Verwaltung der Infrastruktur usw.) bei den neun Top-Level-Teams bleiben" . An der technischen Weiterentwicklung der Sprache soll sich also im Vergleich zu bisher nichts ändern.

Der Rat setzt sich zusammen aus jeweils einer abgesandten Person der neun Teams. Zur Neueinsetzung schreiben die Beteiligten: "Wir sind uns bewusst, dass die Verwaltung des Rust-Projekts ihre Schwächen hatte. Wir hoffen, dass wir auf den Erfolgen aufbauen und die Misserfolge verbessern können, um letztendlich zu mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht zu gelangen."

Dem Dokument zufolge(öffnet im neuen Fenster) , das die Struktur des Führungsrates festlegt, soll sich das Team vor allem um jene Aufgaben kümmern, deren Zuständigkeiten nicht direkt geklärt sind. Auch projektweite Änderungen sollen mithilfe des Rates koordiniert werden. Entscheidungen sollen dabei mit klaren Mehrheiten getroffen werden und nur dann, wenn es keine grundsätzlichen Einsprüche anderer Mitglieder gibt. Der Großteil der Entscheidungen und Diskussionen soll dabei öffentlich geschehen.


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