Open Source: Red Hat wollte auch an Google oder Microsoft verkaufen
Red Hat hat vor dem Verkauf an IBM auch Verkaufsgespräche mit Google geführt. Das berichtet CNBC(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. Ein höherer Preis sei demnach nicht zu erzielen gewesen, obwohl das Open-Source-Unternehmen mit "allen logischen Käufern" einschließlich Google gesprochen habe.
Google und andere potenzielle Bieter hatten im Laufe der vergangenen Jahre erste Gespräche mit Red Hat, sagten die Quellen. Red-Hat-Chef Jim Whitehurst erklärte CNBC am Sonntag, dass Red Hat zwar Gespräche mit einer Reihe von Unternehmen geführt habe, aber nirgends sei man so weit fortgeschritten gewesen wie bei IBM.
Sollte Red Hat noch aus der Übernahme aussteigen, weil ein höheres Gebot eingeht, wäre das Unternehmen laut einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) verpflichtet, IBM 975 Millionen US-Dollar zu zahlen. Experten befürchten, dass die Unternehmenskulturen von Red Hat und IBM nicht gut zusammenpassen werden. Red Hat wird als eigenständige Einheit im IBM-Hybrid-Cloud-Team agieren.
Schon länger Gerüchte zu Red-Hat-Verkauf
IBM will Red Hat für rund 33 Milliarden US-Dollar kaufen. Für IBM ist es die größte Akquisition in der Konzerngeschichte. IBM Chief Executive Ginni Rometty will damit ihr Cloud-Computing-Geschäft stärken.
Dass Red Hat zum Verkauf steht, ist schon länger bekannt, und es gab dazu Gerüchte im Markt(öffnet im neuen Fenster). Tyler Jewell, der sein Startup Codenvy im Jahr 2017 an Red Hat verkaufte(öffnet im neuen Fenster), erklärte(öffnet im neuen Fenster): "Während meiner kurzen Zeit dort wurden Gespräche über den Erwerb von Red Hat mit Google, Microsoft und IBM als möglichen Käufer diskutiert."


