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Was wird jetzt aus Java EE? Oracle weiß es auch noch nicht.
Was wird jetzt aus Java EE? Oracle weiß es auch noch nicht. (Bild: Asher Isbrucker, flickr.com/CC-BY 2.0)

Open Source Projekt: Oracle will Java EE abgeben

Was wird jetzt aus Java EE? Oracle weiß es auch noch nicht.
Was wird jetzt aus Java EE? Oracle weiß es auch noch nicht. (Bild: Asher Isbrucker, flickr.com/CC-BY 2.0)

Die Entwicklung der Java Enterprise Edition will Oracle an eine Open-Source-Community abgeben. Kandidaten könnten die Apache oder Eclipse Foundation sein. Gerüchte über einen Rückzug aus der Technik gibt es schon länger, Oracle will zunächst aber an Java EE festhalten.

Nach der Übernahme von Sun ist Oracle hauptverantwortlich für die Entwicklung von Java-Technologien, darunter auch die Enterprise Edition, kurz Java EE. Wie bei anderen ehemaligen Sun-Projekten fürchteten sich viele Beteiligte vor einem langsamen Tod von Java EE, wie das Magazin Arstechnica im vergangenen Sommer berichtete. Eine Ankündigung von Oracle könnte nun den Beginn des Rückzugs aus Java EE bedeuten.

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In einem Blogeintrag mit dem Titel "Java EE öffnen" meldet Oracle, dass der Prozess zur Entwicklung von Java EE oft nicht als "agil, flexibel oder offen genug" wahrgenommen werde. Das will das Unternehmen künftig ändern und damit nach der Veröffentlichung von Java EE 8 in diesem Sommer beginnen.

Konkret soll Java EE an eine Open Source Foundation übertragen werden, was agilere Prozesse, eine flexiblere Lizenzierung sowie Veränderungen in dem Leitungsprozess für die Entwicklung bedeuten würde. Über diese Entscheidung und weitere Möglichkeiten will Oracle mit seinen Lizenznehmern und der Community sprechen.

Neue Heimat für Java EE

Bisher wird Java EE als Standard in einem mehr oder weniger offenen Community-Prozess entwickelt. Darauf aufbauend gibt es verschiedene kompatible Implementierungen mit einigen Zusatzwerkzeugen etwa von IBM, Red Hat oder Oracle selbst. Der Java-Hauptsponsor unterstützt das von Sun übernommene Glassfish-Projekt aber nicht mehr kommerziell, sondern setzt stattdessen auf den Weblogic Server - ebenfalls eine Übernahme, allerdings im Gegensatz zu Glassfish ausschließlich proprietäre Software.

In Zukunft soll Java EE also von einer Open Source Community mit entsprechendem juristischen Rahmen verwaltet werden, statt von Oracle geführt zu werden. Als mögliche neue Heimat für das Projekt liegen die Apache Foundation sowie die Eclipse Foundation nahe, da diese beide historisch enge Verbindungen zur Java-Community pflegen. Möglich, aber weniger wahrscheinlich erscheint die Gründung einer neuen Foundation, eventuell als Kollaborationsprojekt unter dem Dach der Linux Foundation.

Obwohl Oracle die Führung von Java EE abtreten will, betont das Unternehmen, seinen Verpflichtungen gerecht werden zu wollen und "weiter existierende Java-EE-Implementierungen und kommende Implementierungen von Java EE 8" zu unterstützen. Zu eventuell darüber hinausgehenden Plänen mit Java EE äußert sich Oracle nicht. "Aber wir glauben, dass ein offenerer Prozess, der nicht von einem einzigen Anbieter als Leiter der Plattform abhängig ist, eine stärkere Beteiligung und Innovation fördern wird und im Interesse der Community liegt."


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Lord Gamma 24. Aug 2017

Gradle vs Maven: Performance Comparison: https://gradle.org/gradle-vs-maven...

Benjamin_Damm 20. Aug 2017

@werpu Danke! Endlich mal jemand der es genau auf den Punkt bringt.

matok 19. Aug 2017

Entsprechend ist die Entscheidung hier JEE zu einem OpenSource Projekt zu machen, absolut...

mnementh 18. Aug 2017

JavaEE ist auch nur eine Spezifikation. Die Referenzimplementation von Sun war soweitt...

mnementh 18. Aug 2017

Sorry, das ist falsch. Sun entwickelte Java proprietär (nicht Closed Source, man konnte...



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