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Open Source: OpenBSD 7.5 ist veröffentlicht

Von OpenBSD , der sicherheitsorientierten BSD-Variante, ist unter der Versionsnummer 7.5 das 56. Release des Betriebssystems veröffentlicht worden.
/ Boris Mayer
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Puffy, the pufferfish: Ein Kugelfisch ist das Maskottchen von OpenBSD. (Bild: Robert Olson)
Puffy, the pufferfish: Ein Kugelfisch ist das Maskottchen von OpenBSD. Bild: Robert Olson / CC-BY 2.0

OpenBSD 7.5 ist veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) und steht zum Download und zur Installation bereit. Die neue Version bringt vor allem eine Menge Kernel-Optimierungen, Verbesserungen für ARM-Hardware (AArch64) und zahlreiche Updates für viele Pakete. Ein Update von der Vorgängerversion 7.4 soll ohne Konfigurationsänderungen oder vorheriges Löschen bestimmter Dateien möglich sein.

OpenBSD ist die auf Sicherheit fokussierte Variante unter den BSD-Betriebssystemen und wohl das OS mit den wenigsten remote ausnutzbaren Sicherheitslücken aller Betriebssysteme mit Netzwerkanschluss.

Dementsprechend stolz ist man auch darauf: "Lediglich zwei Remote-Sicherheitslücken in der Standardinstallation, und das über eine verdammt lange Zeit!" schreibt man sich gerne in Rot auf die Projektseite(öffnet im neuen Fenster) . Seit fast 30 Jahren - OpenBSD wurde 1995 von NetBSD abgespalten - ist Theo de Raadt Kopf des Projekts.

Weite Verbreitung einzelner Teile

Dank der BSD-Lizenz kann OpenBSD-Code sehr frei verwendet werden, auch in rein kommerziellen Projekten. Und so finden Teile der Software weite Verbreitung, auch außerhalb der BSD-Welt. OpenSSH, das etwa auch Teil von Windows ist, ist so ein Stück Software: Der eigentliche Name von OpenSSH(öffnet im neuen Fenster) ist OpenBSD Secure Shell.

Ein anderes ist die PF-Firewall, die sich zum Beispiel auch in MacOS findet. Dazu gibt es aber auch Konzepte, die ihren Weg von OpenBSD in die Welt gefunden haben. So ist Privilege Separation eine Technik, die auf OpenBSD entwickelt wurde.

Kritik an OpenBSD

Kritik an OpenBSD gibt es aber auch und das darf nicht verschwiegen werden. So ist der oben angesprochene Wahlspruch "Lediglich zwei Remote-Sicherheitslücken in der Standardinstallation, und das über eine verdammt lange Zeit!" zwar wahr und es handelt sich bei den angesprochenen Lücken um eine aus dem Jahr 2002 und eine aus dem Jahr 2007. Tatsächlich sind es auch die einzigen in fast 30 Jahren, aber das gilt nur für die Default-Installation, bei der kaum ein Service überhaupt läuft.

Kritiker sagen deshalb, dass es ein Leichtes sei, Sicherheitslücken hinzuzufügen, wenn man das System in einen Stand versetzen wolle, in dem es produktiv nutzbar sei. Andererseits ist aber das schlanke Default-System genau das, was die Sicherheit verlangt: Dienste, die nicht wirklich gebraucht werden, sollten auch nicht laufen.


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