Open Source: Nextcloud setzt sich mit Enterprise-Support von Owncloud ab

Mit der Abspaltung von der freien Serverplattform zur Dateisynchronisation Owncloud vor etwa einem Monat haben die Nextcloud-Gründer um Frank Karlitschek angegeben, ihr Angebot so auszubauen, dass es deutlich mehr bieten soll als eine bloße Dateisynchronisation. Nextcloud hat nun offiziell sein Angebot für Unternehmenskunden vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) und hält damit die gegebenen Versprechen.
So werden von dem Nextcloud-Unternehmen nun die Kalender- und Kontaktfunktion der Serverplattform offiziell für seine Kunden gepflegt. Darüber hinaus kann auch Support für einen WebRTC-Server als Videokonferenzlösung erworben werden. Letzterer ist dank der Kooperation mit dem Unternehmen Spreed.me verfügbar, das mit der Spreedbox auch einen kleinen Server anbietet, der mit der vorinstallierten Software vertrieben wird. Optional steht auch ein Online-Office-Paket bereit, das auf Libreoffice Online basiert.
Für das Angebot von Nextcloud sind außerdem einige Funktionen entstanden, die wohl nur von Unternehmen beziehungsweise für besonders große Installationen benötigt werden. Dazu gehören die Integration von Windows Network Drive, der Single-Sign-On-Lösung Shibboleth auf Basis von SAML oder die Möglichkeit, ein eigenes Branding umzusetzen. Diese Funktionen stehen anders als bei Owncloud als Open Source zur Verfügung und können so von Interessierten ebenso wie Kunden weiterentwickelt werden.
Das günstigste Angebot von Nextcloud kostet für die grundlegenden Funktionen 1.500 Euro im Jahr für 50 Anwender. Das entspricht der Hälfte dessen, was Owncloud für sein Einstiegsangebot verlangt. Eine Übersicht über die verschiedenen Supportverträge(öffnet im neuen Fenster) steht auf der Webseite von Nextcloud bereit.



