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Windows XP: Microsoft macht Speichersystem ESE quelloffen

Die Extensible Storage Engine wird auch in Windows 10 zur Indizierung von Verzeichnissen genutzt. Der Code steht auf Github bereit.
/ Oliver Nickel
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Die Extensible Storage Engine wird seit Windows XP genutzt. (Bild: Microsoft/Montage: Golem.de)
Die Extensible Storage Engine wird seit Windows XP genutzt. Bild: Microsoft/Montage: Golem.de

Die Extensible Storage Engine ist ein essenzieller Teil vieler Windows-Komponenten. Microsoft hat die ESE jetzt auf Github(öffnet im neuen Fenster) quelloffen gemacht und den Quellcode Interessierten zur Verfügung gestellt. Das System basiert auf der JET-Blue-Engine, die – so betont Microsoft – nichts mit JET Red zu tun hat. Zweitere wurde etwa auch für Microsoft Access verwendet.

Mit ESE können Programme Dateien indizieren und suchen. Entwickelt wurde die Engine bereits seit Windows NT 3.51 und kommt sogar auf heutigen Windows-10-Clients zum Einsatz. Microsoft-Software wie Microsoft 365, Exchange und die Windows-Suche (Windows Search) indizieren ihre Dateien mit ESE. "Es läuft auf Hundertausenden Maschinen und Millionen Laufwerken für die Office-365-Mailbox-Storage-Backend-Server" , schreibt das Unternehmen auf Github.

Dabei wird auch klar, wie tief integriert die Software auch auf Windows-Clients ist. Seit Windows XP nutzen Windows-Betriebssysteme ESE für einige Datenbanken, die darauf aufbauen. In der Bibliothek auf Github ist dabei der Code diverser Module integriert, darunter ein Cache-Manager und eine OS-Abstraktionsebene. Außerdem hat Mirosoft einen eigenen Wikipedia-Eintrag(öffnet im neuen Fenster) zur ESE und eine Dokumentation(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht.

Quelltextkommentare zunächst entfernt

Nicht dabei sind derzeit die über die Jahre angesammelten Kommentare. Die hat Microsoft zunächst aus dem Quelltext entfernt, Das Unternehmen will sie nach einer genaueren Untersuchung allerdings in Zukunft zur Verfügung stellen. Das könnte Interessierten dabei helfen, Code-Teile zu verstehen und zugleich ein wenig Entwicklungskultur und -geschichte bei Microsoft zu erfahren.

Außerdem soll es diverse Buildfiles zu Testzwecken geben. Diese sollen wie Kommentare in Wellen nacheinander veröffentlicht werden.


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