Open Source: Metager veröffentlicht Quellcode für Suchmaschine

Die Metasuchmaschine Metager will sich ein Datenschutzsiegel sparen. Die Überprüfung der Standards können die Nutzer selbst übernehmen.

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Die Suchmaske von Metager
Die Suchmaske von Metager (Bild: Screenshot: Golem.de)

Die Metasuchmaschine Metager hat den Quellcode ihrer Suchabfrage veröffentlicht. Der Betreiber, der in Hannover ansässige Verein Suma, will damit die Überprüfung der Datenschutzstandards erleichtern. Ausgenommen von der Veröffentlichung seien Teile der Konfiguration, die Passwörter und Zugriffsinformationen auf andere Suchmaschinen enthielten, zu deren Geheimhaltung Metager sich verpflichtet habe, teilte der Verein am Dienstag mit. Metager-Chef Wolfgang Sander-Beuermann sieht in der Offenlegung des Quellcodes eine Alternative zu einem Datenschutz-Gütesiegel. Denn eine solche Überprüfung könne sich der Verein nicht leisten.

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Der im Wesentlichen aus Php-Dateien bestehende Code umfasst 2,7 MByte und wurde auf einer Gitlab-Instanz veröffentlicht. Aus der Index.php geht beispielsweise hervor, dass die IP-Adressen teilanonymisiert werden. Metager speichert nach eigenen Angaben weder IP-Adressen noch den sogenannten Fingerabdruck des Browsers. Zudem setzt die Suchmaschine keine Cookies ein. Tracking-Pixel oder ähnliche Technologien würden ebenfalls nicht verwendet.

Zu den verwendeten Suchmaschinen zählen Bing und Yahoo, die Peer-to-Peer-Suchmaschine Yacy sowie einige wissenschaftsspezifische Suchen wie die von Base. Dazu kommen zahlreiche Fach-Wikis, die von Metager selbst durchsucht und auf den Suchindex genommen werden.

Der Verein hat den Quellcode unter der GNU-AGPL-v3-Lizenz veröffentlicht. Sander-Beuermann hofft, dass die Open-Source-Gemeinde nicht nur die Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen überprüft, sondern den Entwicklern auch Anregungen und Verbesserungsvorschläge mitteilt.

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