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Linux 3.15 startet in die Testphase.
Linux 3.15 startet in die Testphase. (Bild: Michael Van Woert, Noaa Nesdis, Ora/Public Domain)

Open Source: Linux 3.15 wacht schneller auf

Künftig sollen Linux-Systeme schneller aus dem Tiefschlaf aufwachen. Nebenbei werden die Latenzzeiten der Peripheriegeräte durch den Kernel verwaltet. Mit neuen Posix-Sperren lässt sich auf große Dateien von mehreren Threads zugreifen. Und Linux 3.15 läuft besser auf mehreren Bildschirmen.

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Linus Torvalds hat den Linux-Kernel 3.15 freigegeben. Der neue Linux-Kernel bringt Verbesserungen in der Energie- und der Speicherverwaltung mit. Neben feineren Posix-Sperren für große Dateien gibt es auch einen modernisierten Berkeley Packet Filter.

Während das aktuelle Linux 3.15 noch in der Testphase war, hatte Torvalds bereits das Merge-Fenster für Linux 3.16 geöffnet, da er in der Übergangszeit mit seiner Familie im Urlaub war. Spekulationen, er werde künftig die Entwicklungsphasen des Linux-Kernels so verkürzen, trat er jedoch entgegen: Die Entwickler sollten sich vielmehr auf die Optimierung des bevorstehenden Kernels konzentrieren und nicht bereits neue Patches einreichen.

Die auffallendste Neuerung dürften die deutlich reduzierten Aufwachzeiten aus Suspend-to-RAM sein. Zwei Patches für den ATA-Controller- und den SCSI- oder Sd-Treiber sorgen dafür, dass das System nicht mehr auf das Initialisieren der Datenträger wartet, sondern sie parallel zum weiteren Systemstart aufweckt. Meist werden keine Datenträgerzugriffe beim Aufwecken des Systems benötigt. Sollten dennoch welche anfallen, werden sie vorübergehend ausgesetzt. Mit den Patches reduzierte sich die Startzeit auf einigen getesteten Systemen mit einem einzigen Datenträger von fünf Sekunden auf eine. Auf einem anderen System mit mehreren Datenträgern sank die Aufwachzeit von zwölf Sekunden auf ebenfalls nur eine.

Bessere Latenzverwaltung

Mit den Patches für das Subsystem der Energieverwaltung sollen die Latenzzeiten der Peripheriegeräte besser verwaltet werden. Sowohl der Kernel als auch User-Space-Anwendungen können ihre Latenzvorgaben mitteilen und so verhindern, dass Geräte unnötig in einen zu tiefen Schlafmodus fallen. Bislang konnten nur Treiber dem Kernel über das Power-Management-Quality-of-Service die für ihre Hardware benötigten Latenzzeiten mitteilen, ab Linux 3.15 funktioniert das auch umgekehrt.

Mit der Einführung dateispezifischer Posix-Sperren kann der Locking-Mechanismus deutlich gezielter verwendet werden, etwa bei der Synchronisierung von Threads innerhalb eines Prozesses, was bisher nicht möglich war. Dadurch lassen sich auch Teilbereiche einer Datei sperren. Allerdings sind auch Entwickler von den Änderungen betroffen. In der Bibliothek Glibc beispielsweise muss die Funktion noch umgesetzt werden. Ein umfangreicher Artikel auf LWN.net erklärt die neuen Locks und wie sie angewendet werden können.

Neuer Algorithmus für die Speicherverwaltung

Die Speicherverwaltung arbeitet jetzt effizienter, denn es wird versucht, Speicherseiten nicht auszulagern, wenn klar ist, dass sie kurz darauf wieder benötigt werden. Gegebenenfalls werden dafür Daten aus dem Speicher entfernt, die zuletzt wenig Zugriffe hatten, davor aber intensiv genutzt wurden. Dafür sorgt ein neuer Algorithmus, der aktive und inaktive Seiten in entsprechenden Listen sortiert und bewertet. Das soll vor allem für mehr Effizienz bei großen Speicherseiten sorgen, etwa bei der Virtualisierung oder bei Datenbankanwendungen.

Der Berkeley Packet Filter (BPF) erhielt massive Änderungen und Erweiterungen. Unter anderem gibt es einen neuen Interpreter, der jetzt 64-Bit-Werte unterstützt und entsprechend einen moderneren Befehlssatz mitbringt. An einem entsprechenden Just-in-Time-Compiler (JIT) arbeiten die Entwickler aber noch, er soll im nächsten Linux-Kernel folgen. Die schon vorhandenen JITs funktionieren aber noch. Welche Änderungen im neuen BFS umgesetzt wurden, lässt sich in der bereits angepassten Dokumentation nachlesen.

Effizienteres Fuse und etwas mehr Grafik 

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joojak 10. Jun 2014

Die Hersteller von Grafikkarten würden vermutlich mehr verkaufen und viel mehr sparen...

joojak 10. Jun 2014

Es gab zeiten, da habe ich morgends alles an geschaltet und bin gemütlich Frühstücken...

Anonymer Nutzer 10. Jun 2014

Oh doch mein Freund! Es zeigt nur das, wenn man selbst Milliarden besitzt und man 80'000...



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