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Open Source: Linus Torvalds sieht Vibe-Coding positiv

Die Verwendung von KI -generiertem Code im Linux -Kernel hält er aber dennoch für eine schreckliche Idee.
/ Mike Faust
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Linus Torvalds (links) im Gespräch mit Dirk Hohndel beim Open Source Summit Korea 2025 (Bild: The Linux Foundation)
Linus Torvalds (links) im Gespräch mit Dirk Hohndel beim Open Source Summit Korea 2025 Bild: The Linux Foundation

Linux-Erfinder Linus Torvalds vertritt eine positive Einstellung gegenüber Vibe-Coding. In einem Interview am 12. November 2025 auf dem Open Source Summit(öffnet im neuen Fenster) erklärte er, dass er das Coden mithilfe von KI allerdings eher als Einstieg ins Programmieren sehe.

Für produktive Zwecke würde er nicht auf Vibe-Coding setzen, da damit erzeugter Code seiner Meinung nach schrecklich zur warten sei. Torvalds ist technischer Leiter und Betreuer des Linux-Kernels. Über sich selbst sagt er allerdings: "Seit fast 20 Jahren bin ich kein Programmierer mehr."

Torvalds selbst nutzt keine KI-Programmiertools und beschäftigt sich nach eigener Aussage auch nicht damit. Er sei sich aber sicher, "dass sich die Leute sogar für die Kernel-Codebasis" damit beschäftigten, auch wenn er selbst dies für eine schreckliche Idee halte.

Nvidia ist zu einem großen Linux-Kernel-Akteur geworden

Früher habe er neue Ideen häufig abgelehnt, wenn diese schwer zu pflegen gewesen seien, führte er aus. Mit Bezug auf Rust im Linux-Kernel erklärte er, dass er heute manche Dinge annehme, obwohl andere langjährige Betreuer dagegen seien.

Torvalds wurde außerdem gefragt, ob es ihn störe, dass der proprietäre GPU-Mikrokernel von Nvidias Cuda und nicht von Linux angetrieben werde. Er entgegnete, eine der schönen Sachen am KI-Boom sei, dass Nvidia zu einem großen Akteur im Bereich des Linux-Kernels geworden sei, was vor 20 Jahren noch nicht der Fall gewesen sei.

Das große Problem bei KI ist für Torvalds, dass Crawler einen Großteil der Infrastruktur stören , weil sie Daten aus dem Quellcode von kernel.org sammeln.

Er erklärte, dass die Kernel-Maintainer zwar unter Bugs und Sicherheitshinweisen litten, die von Leuten verursacht würden, die KI missbrauchten. Dies sei aber kein so großes Problem wie zum Beispiel bei Curl , so Torvalds.


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