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Open Source: Kalifornien definiert

Die Gesetzgeber in Kalifornien mussten sich mit der Frage beschäftigen, wie Open-Source-Gemeinschaften das Alter ihrer Nutzer hätten prüfen sollen.
/ Mike Faust
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Für Open-Source-Betriebssysteme wäre die Altersverifikation schwierig umzusetzen gewesen. (Bild: STR via Reuters Connect)
Für Open-Source-Betriebssysteme wäre die Altersverifikation schwierig umzusetzen gewesen. Bild: STR via Reuters Connect

Im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien planen die Gesetzgeber eine Änderung am Gesetz zur Altersverifikation für Betriebssysteme. Wie Tom's Hardware berichtet(öffnet im neuen Fenster), würden Open-Source-Betriebssysteme dadurch vom Digital Age Assurance Act ausgenommen – womit die meisten gängigen Linux-Distributionen von der Anforderung befreit würden, das Alter ihrer Nutzer zu überprüfen.

Der Entwurf sieht vor, dass Software, die unter Lizenzen vertrieben wird, die das Kopieren, Weiterverbreiten und Modifizieren erlauben, vom Gesetz zur Altersverifikation ausgeschlossen wird. Das Gesetz zielte ursprünglich darauf ab, die Anforderung zur Überprüfung des Alters von Webseiten und Plattformbetreibern wegzuleiten und stattdessen im Betriebssystem zu verankern.

Betriebssysteme hätten bei der Installation beziehungsweise während der Geräteeinrichtung das Alter oder Geburtsdatum des Nutzers abfragen müssen, um im Anschluss ein Signal mit der Information unter 13, 13 bis 15, 16 bis 17 und ab 18 an Apps und App-Stores übermitteln zu können. Dies warf umgehend die Frage auf, wie eine solche Anforderung auf dezentrale Open-Source-Software-Systeme anzuwenden wäre.

Datenschutzbefürworter kritisierten das Gesetz ebenfalls

Die meisten Linux-Distributionen sind keine zentral gesteuerten kommerziellen Plattformen, sondern von Freiwilligen betreute Gemeinschaftsprojekte. Dabei fehlt es häufig an Benutzerkonten, Telemetriesystemen oder formellen Unternehmensstrukturen.

Der Wortlaut des Gesetzes sei aber so weit gefasst worden, dass er Open-Source-Betriebssysteme dazu zwingen könnte, sich in Plattformen zur Altersverifikation zu verwandeln, argumentierten Kritiker.

Datenschutzbefürworter kritisierten das Gesetz ebenfalls und bezeichneten es als invasiv, da es zur Schaffung einer Infrastruktur für die weitreichende Identitätsverfolgung beitragen könnte. Hinzu kam, dass Plattformen wie SteamOS, die mit einem proprietären Anwendungs-Ökosystem verknüpft sind, aus regulatorischer Sicht näher an App-Stores wie denen von Apple und Google liegen.

Mit der nun vorgeschlagenen Änderung wird die Definition besser eingegrenzt, wer im Sinne des Gesetzes als Anbieter eines Betriebssystems gilt. In der EU wurde Mitte April 2026 eine App zur Altersverifikation vorgestellt und soll Nutzern laut EU-Kommissarin Henna Virkkunen "in Kürze" zur Verfügung stehen.


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