Open Source: Jeremy Keith verlässt das AMP Advisory Committee

Für Keith ist der Open-Source-Anteil am AMP-Projekt zu klein und der Google-Anteil zu groß.

Artikel veröffentlicht am ,
AMP: zu viel Google, zu wenig Open Source?
AMP: zu viel Google, zu wenig Open Source? (Bild: AMP Project)

Der erst im letzten Jahr in den Beratungsausschuss des AMP Open Source Projects aufgenommene Jeremy Keith tritt zurück und verlässt das Komitee.

Stellenmarkt
  1. IT-Fachinformatiker (m/w/d) Schwerpunkt MDM / Collaboration
    Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG, Sengenthal bei Neumarkt i.d.OPf.
  2. System Solution Architect (m/w/d)
    Best Secret GmbH, Aschheim bei München
Detailsuche

"Ich kann nicht mit gutem Gewissen das AMP-Projekt weiter für die OpenJS Foundation beraten, weil mir klar geworden ist, dass AMP ein Google-Produkt bleibt" schreibt Keith in seinem Abschiedsbrief. Nur eine kleiner Anteil an AMP könne überhaupt im Ansatz als Open Source gesehen werden.

In seinem Blog - in dem Eintrag zitiert Keith auch seinen Brief, in dem er seinen Rücktritt erklärt - schreibt er, unter welchen Voraussetzungen er in das Advisory Committee gekommen sei und dass er in seiner Zeit dort ehrlich mitgearbeitet habe, dies nun aber nicht mehr könne.

Keith kritisiert Googles Rolle

"Wenn ich im Beirat bleiben würde, würde mein Unmut über diese Situation unweigerlich mein Verhalten beeinflussen. Es ist also für alle am besten, wenn ich jetzt zurücktrete, anstatt in regelrechte Sabotage zu verfallen. Es liegt nicht an euch, sondern an mir", schrieb Keith weiter.

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung
    2.-5. November 2021, online
  2. Python kompakt - Einführung für Softwareentwickler
    28.-29. Oktober 2021, online
  3. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
Weitere IT-Trainings

Keith hatte während seiner Zeit im Komitee vor allem darauf gedrängt, genauer zu definieren, was AMP überhaupt ist. Die Frage für ihn war, ob AMP eine Zusammenstellung von Web-Komponenten ist oder ob der AMP Validator oder der von Google kontrollierte AMP Cache ebenso dazugehört.

Die Probleme mit Validator und Cache stammen daher, dass der Validator zwar Open-Source ist, die Regeln für die Validation aber komplett von Google kontrolliert werden, während Keith die Bezeichnung "Google Hosting" für den AMP Cache treffender findet.

"Ich hatte gehofft, dass es sich um ein Marketingproblem handelt. Wir haben im Beratungsausschuss viel Zeit damit verbracht, Wege zu finden, um klarer zu machen was AMP eigentlich ist. Aber es war ein verlorener Kampf. Der Ausdruck AMP-Projekt wird verwendet, um die tief verwobene Natur seiner Bestandteile zu verschleiern. Teile davon sind Open Source, aber das meiste davon ist proprietär. Die OpenJS Foundation scheint kein gutes Zuhause für ein größtenteils proprietäres Projekt zu sein", heißt es in der Begründung seines Rückzugs.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kia EV 6 im Test
Die Sport-Limousine

Der Kia EV 6 basiert auf einer reinen E-Auto-Plattform und nutzt ein 800-Volt-Batteriesystem. Technik und Design hinterlassen beim Test einen guten Eindruck.
Ein Test von Dirk Kunde

Kia EV 6 im Test: Die Sport-Limousine
Artikel
  1. Stella Vita: Solarflügel-Camper tourt 2.000 km ohne Steckdose
    Stella Vita
    Solarflügel-Camper tourt 2.000 km ohne Steckdose

    Das elektrische Wohnmobil Stella Vita mit ausfahrbarem Solarzellen-Dach ist ohne Steckdosen zum Akkuladen 2.000 km durch Europa gefahren.

  2. Kernnetz: Telekom wechselt Cisco-Router im zentralen Backbone aus
    Kernnetz
    Telekom wechselt Cisco-Router im zentralen Backbone aus

    Die Deutsche Telekom hat einen besseren Cisco-Router in ihrem zentralen Backbone installiert. Der erreicht 260 TBit/s und wirft Fragen zur IT-Sicherheit auf.

  3. Geekbench & GFXBench: Erste Benchmarks zeigen starken Apple M1 Max
    Geekbench & GFXBench
    Erste Benchmarks zeigen starken Apple M1 Max

    Das Apple Silicon schneidet gut ab: Der M1 Max legt sich tatsächlich mit einer Geforce RTX 3080 Mobile und den schnellsten Laptop-CPUs an.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Dualsense PS5-Controller Weiß 57,99€ • Seagate SSDs & HDD günstiger (u. a. ext. HDD 14TB 326,99) • MacBook Pro 2021 jetzt vorbestellbar • World of Tanks jetzt mit Einsteigerparket ausprobieren • Docking-Station für Nintendo Switch 9,99€ • Alternate (u. a. iPhone 12 Pro 512GB 1.269€) [Werbung]
    •  /