Open Source: Jeremy Keith verlässt das AMP Advisory Committee
Für Keith ist der Open-Source-Anteil am AMP-Projekt zu klein und der Google-Anteil zu groß.
Der erst im letzten Jahr in den Beratungsausschuss des AMP Open Source Projects aufgenommene Jeremy Keith tritt zurück und verlässt das Komitee.
"Ich kann nicht mit gutem Gewissen das AMP-Projekt weiter für die OpenJS Foundation beraten, weil mir klar geworden ist, dass AMP ein Google-Produkt bleibt" schreibt Keith in seinem Abschiedsbrief. Nur eine kleiner Anteil an AMP könne überhaupt im Ansatz als Open Source gesehen werden.
In seinem Blog - in dem Eintrag zitiert Keith auch seinen Brief, in dem er seinen Rücktritt erklärt - schreibt er, unter welchen Voraussetzungen er in das Advisory Committee gekommen sei und dass er in seiner Zeit dort ehrlich mitgearbeitet habe, dies nun aber nicht mehr könne.
Keith kritisiert Googles Rolle
"Wenn ich im Beirat bleiben würde, würde mein Unmut über diese Situation unweigerlich mein Verhalten beeinflussen. Es ist also für alle am besten, wenn ich jetzt zurücktrete, anstatt in regelrechte Sabotage zu verfallen. Es liegt nicht an euch, sondern an mir", schrieb Keith weiter.
Keith hatte während seiner Zeit im Komitee vor allem darauf gedrängt, genauer zu definieren, was AMP überhaupt ist. Die Frage für ihn war, ob AMP eine Zusammenstellung von Web-Komponenten ist oder ob der AMP Validator oder der von Google kontrollierte AMP Cache ebenso dazugehört.
Die Probleme mit Validator und Cache stammen daher, dass der Validator zwar Open-Source ist, die Regeln für die Validation aber komplett von Google kontrolliert werden, während Keith die Bezeichnung "Google Hosting" für den AMP Cache treffender findet.
"Ich hatte gehofft, dass es sich um ein Marketingproblem handelt. Wir haben im Beratungsausschuss viel Zeit damit verbracht, Wege zu finden, um klarer zu machen was AMP eigentlich ist. Aber es war ein verlorener Kampf. Der Ausdruck AMP-Projekt wird verwendet, um die tief verwobene Natur seiner Bestandteile zu verschleiern. Teile davon sind Open Source, aber das meiste davon ist proprietär. Die OpenJS Foundation scheint kein gutes Zuhause für ein größtenteils proprietäres Projekt zu sein", heißt es in der Begründung seines Rückzugs.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed









Huh. Ich habe dieses WAP-Revival noch nie in freier Wildbahn gesehen, glaube ich…...