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Open-Source-Jahresrückblick 2015: Freie Software macht vieles besser, aber nicht alles

Zum Wohl der Entwickler und der Kunden haben in diesem Jahr ehemalige Open-Source-Gegner wie Microsoft oder Apple stark auf offenen Quellcode gesetzt. Einige der offenen Mobilbetriebssysteme straucheln dagegen und selbst Android-Hersteller beklagen Probleme bei der Entwicklung.

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Microsoft liebt Linux - und auch Open Source.
Microsoft liebt Linux - und auch Open Source. (Bild: Microsoft)

Unternehmen, die noch vor Jahren Open-Source-Software strikt ablehnten oder möglichst vermieden, haben im Jahr 2015 die Idee der freien Verfügbarkeit des Quellcodes im Sinne ihrer Entwickler-Communitys und Kunden deutlich ausgebaut. Dass die Verwendung von Open-Source-Code aber kein garantierter Erfolg ist, zeigt die Mobilbranche, wo einige alternative Betriebssysteme 2015 Probleme hatten oder aus ihrem Nischendasein einfach nicht herauskamen.

Inhalt:
  1. Open-Source-Jahresrückblick 2015: Freie Software macht vieles besser, aber nicht alles
  2. Open Source für Video, Spiele und Grafik
  3. Probleme und Neustarts in der Mobilbranche

Als vorteilhaft erwies sich dagegen die bereits Ende 2014 angekündigte Offenlegung des .Net-Frameworks durch Microsoft. Hatte der damalige Unternehmenschef Steve Ballmer vor etwas mehr als zehn Jahren Open Source noch als Krebs bezeichnet, scheinen heute sowohl das Team als auch der aktuelle Chef Satya Nadella keinerlei Berührungsängste mehr zu haben.

Zu Beginn des Jahres 2015 zogen viele bereits offene Projekt wie etwa der Compiler Roslyn auf Github um, und .Net wurde im Laufe des Jahres immer weiter geöffnet, wie zum Beispiel durch die Bereitstellung der Laufzeitumgebung von .Net. Viele dieser Techniken hat Microsoft in die diesjährige Veröffentlichung von Visual Studio 2015 integriert, wie etwa den Jit-Compiler Ryujit oder das hauseigene Build-Werkzeug MS Build. Der erst im Frühjahr vorgestellte Editor Visual Studio Code ist seit November ebenfalls frei verfügbar.

Im Zuge dieser Entwicklung haben sich auch externe .Net-Entwickler entschieden, ihre Anwendungen offenzulegen. Hervorzuheben ist dabei vor allem die Sprachsynthese-Software, die Intel für Stephen Hawking entwickelt hat. Sie kann nun auch durch andere erweitert und so bei weiteren Erkrankungen des motorischen Nervensystems eingesetzt werden.

Windows-Server mit Unix-Konzepten

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Dass sich Microsofts Unternehmensphilosophie klar geändert hat, zeigt auch der im Sommer angekündigte Plan, SSH für Windows und die Powershell bereitzustellen und dafür mit OpenSSH zusammenzuarbeiten. Nach zwei gescheiterten Anläufen konnte das zuständige Team das Management in diesem Jahr von der Arbeit daran überzeugen. Microsoft sponsert dafür auch die OpenBSD-Foundation und erster Code der Technik steht ebenfalls inzwischen bereit.

Darüber hinaus arbeiten die Entwickler von Microsoft an der Umsetzung weiterer Techniken für Windows, die ursprünglich für unixartige Systeme entstanden sind oder dort seit langem genutzt werden. So soll der Windows-Server Container und Docker unterstützen. Mit den sogenannten Nano-Servern gibt es zudem eine Variante des Windows-Servers, der auf das absolute Minimum zum Ausführen einer einzelnen Anwendung reduziert ist, was mit Linux-Servern von je her kein Problem war.

Apple ist stolz auf Open Source

Anders als Microsoft, das wie beschrieben vor Jahren noch einer der größten Open-Source-Gegner war, hatte Apple immer ein zwiespältiges Verhältnis zu Open-Source-Software. So pflegt das Unternehmen zwar mit seiner Unix-Basis, Webkit oder den Beiträgen zu LLVM vergleichsweise viel offene Software, gibt sich ansonsten aber eher geschlossen, was insbesondere für iOS gilt.

Umso mehr überrascht hat deshalb die Ankündigung, die Programmiersprache Swift frei zur Verfügung zu stellen. Swift soll Objective-C als Sprache für Anwendungen auf Apples Systemen langfristig ablösen. Bei der Offenlegung von Swift Anfang Dezember entdeckte die Open-Source-Community Apples etwas überhöhten Stolz auf seine Bemühungen.

Auf einer Webseite pries sich Apple selbst als erstes Unternehmen, bei dem "Open Source eine Schlüsselrolle in der Software-Strategie" spiele. Aufgrund der teils harschen Kritik an dieser Aussage änderte Apple schließlich den Text und schrieb stattdessen, dass Open-Source-Software weiterhin das "Herz" der Plattformen von Apple sei.

Open Source für Video, Spiele und Grafik 
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diaballo 14. Jan 2016

Dir ist aber schon klar, dass Open-Source-Software eben gerade dadurch sicher ist, dass...

cpt.dirk 09. Jan 2016

Zumal ja auch es ja auch andere Interessenten sowie die OG gibt, welche für UEFI-Bugs...

Anonymer Nutzer 03. Jan 2016

Hmm, openSUSE in einer VM bei mir, Konqueror startet ohne Probleme und Lautstärke...

FreiGeistler 31. Dez 2015

Bah, wenn ein OS ein Protokoll nicht beherrscht, kann man es ihm ja beibringen... Sowas...

liberavia 30. Dez 2015

Leider ist Canonical zum Meister der Ankündigungen gworden. Kann ich zwar irgendwie...


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