• IT-Karriere:
  • Services:

Open Source: Grafana wechselt auf AGPLv3

Während Anbieter wie Elastic auf nicht freie Lizenzen setzen, geht Grafana einen anderen Weg und bleibt bei echtem Open Source.

Artikel veröffentlicht am ,
Grafana nutzt künftig die AGPLv3.
Grafana nutzt künftig die AGPLv3. (Bild: Grafana)

Die Analyse und Visualisierungsplattform Grafana nutzt künftig nicht mehr wie bisher die freizügige Apache-Lizenz, sondern wechselt auf die starke Copyleft-Lizenz AGPLv3, wie Hersteller Grafana Labs mitteilt. Die AGPLv3 wurde speziell für den Einsatz von Cloud- und Software-as-a-Service-Angeboten erstellt und sieht vor, dass auch bei einer Bereitstellung für das Netzwerk der Quellcode der Software an Nutzer herausgegeben werden muss.

Stellenmarkt
  1. MSH Medien System Haus GmbH & Co. KG, Stuttgart, Oberndorf a. N.
  2. Lödige Industries GmbH, Warburg

Der Lizenzwechsel betrifft neben dem Kernprodukt außerdem das Log-Aggregationssystem Loki sowie das Tracing-Backend Tempo. Plugins oder auch einige Bibliotheken bleiben dagegen weiter unter der Apache-Lizenz verfügbar. Zu dem Lizenzwechsel schreibt Grafana, dass das Unternehmen seit der Gründung immer versucht hat, die richtige Balance zwischen dem Wert der Open-Source-Software und der eigenen Monetarisierungsstrategie zu finden. Die gewählte Lizenz sei dabei ein wichtiger Standpunkt der Strategie.

Viel Cloud-Software nicht mehr Open Source

In der Ankündigung des Lizenzwechsels nimmt Grafana direkten Bezug auf ähnliche Vorgänge in den vergangen Jahren bei Unternehmen, deren Software ebenfalls gern in Cloud-Umgebungen kommerziell verwendet wird. Konkret genannt werden Elastic, Redis Labs, MongoDB, Timescale und auch Cockroach Labs. Sie alle eint, dass die Unternehmen nicht mehr auf eine offiziell anerkannte Open-Source-Lizenz setzen, sondern auf eigene, nicht freie Lizenzen. Diese sollen eine einseitige Monetarisierung durch Cloud-Anbieter wie AWS, Microsoft Azure oder auch Google verhindern.

Handbuch für Softwareentwickler: Das Standardwerk für professionelles Software Engineering

Das Erhalten der grundsätzlichen Freiheiten von Open-Source-Lizenzen für alle sei hingegen eine Priorität für das Grafana-Team gewesen. Die AGPLv3 biete hier schlicht die richtige Balance, wie es heißt. Angepasst wird mit dem Wechsel der Lizenz auch das bisher genutzte CLA als Lizenzvereinbarung für die Beitragenden zu den Open-Source-Projekten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,99€
  2. (u. a. Edna & Harvey: The Breakout - Anniversary Edition für 6,99€, The Daedalic Armageddon...
  3. für PC, PS4/PS5, Xbox und Switch

bernstein 21. Apr 2021 / Themenstart

... klar ist keine OSI Open-Source software mehr und gut möglich dass es bessere Lösungen...

Alex_M 21. Apr 2021 / Themenstart

Lizenziert untet Apache 2.0 Lizenz! siehe: https://opendistro.github.io/for-elasticsearch/

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


VLC-Gründer Jean-Baptiste Kempf im Interview

Wir haben uns mit dem Präsidenten der VideoLAN-Nonprofit-Organisation unterhalten.

VLC-Gründer Jean-Baptiste Kempf im Interview Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /