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Open-Source-Film: Sintel vorübergehend auf Youtube gesperrt

Wegen angeblicher Copyright-Verletzungen ist der Open-Source-Film Sintel weltweit bei Youtube gesperrt gewesen. Als Urheber wird Sony genannt. Die Sperre trat wohl versehentlich in Kraft.
/ Jörg Thoma
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Über das Wochenende war der Open-Source-Film Sintel versehentlich bei Youtube gesperrt. (Bild: Youtube/Screenshot: Golem.de)
Über das Wochenende war der Open-Source-Film Sintel versehentlich bei Youtube gesperrt. Bild: Youtube/Screenshot: Golem.de

Wer den Open-Source-Film Sintel bei Youtube am Wochenende abrufen wollte, erhielt die Nachricht, dass das wegen Urheberrechtsverletzungen nicht möglich sei. Sony Pictures Movies & Shows habe die Sperre beantragt, war dort zu lesen. Vermutlich handelte es sich jedoch um einen Fehler, denn Sintel enthält ausschließlich selbst erstelltes Material, das unter der freien Lizenz Creative Commons Attribution 3.0 veröffentlicht wurde.

Sintel - Kurzfilm
Sintel - Kurzfilm (14:47)

Die Sperre galt seit Samstag, dem 5. April 2014 weltweit und wurde erst vor wenigen Minuten wieder aufgehoben. Gegenwärtig ist der Film wieder abrufbar. Warum die Sperre überhaupt in Kraft trat, ist unklar. Slashdot lieferte eine zumindest nachvollziehbare Erklärung: Sintel ist auch in einer UHDV- oder 4K-Version mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln verfügbar. Sony hat Sintel in seine Sammlung von Referenzfilmen für das Format in seinen Katalog Video Unlimited 4K aufgenommen. Möglicherweise hat ein Suchalgorithmus eine Verbindung Sonys mit dem Open-Source-Film festgestellt und eine automatische Sperre ausgelöst.

Bereits wenige Stunden nach der Sperre hatte der Vorsitzende der Blender Foundation Ton Roosendaal eine Beschwerde dagegen eingelegt(öffnet im neuen Fenster) , offenbar mit Erfolg.

Die Blender Foundation hatte den Animationsfilm Sintel mitfinanziert. Er wurde unter dem Namen Durian Project 2010 realisiert und hatte am 27. September 2010 Premiere . Der Animationsfilm sollte nicht nur für das Open-Source-Projekt Blender werben, sondern auch dazu dienen, die Software zu verbessern. Auf der technischen Agenda standen Themen wie Sculpting und Mikropolygone, Feuer und Rauch sowie Massensimulationen.


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