Open-Source: E-Paper-Monitor von Modos soll ins Crowdfunding gehen
Modos will seinen E-Paper-Monitor über Crowdfunding auf den Markt bringen. Mit Hilfe zweier Darlehen konnte das Team Prototypen seines Paper Monitors fertigstellen, der in zwei Versionen erscheinen soll. Zum einen soll es ein fertiges Produkt in einem Gehäuse geben, zum anderen ein DIY-Kit, das nur aus dem Display-Controller besteht.
Beim DIY-Kit können Nutzer selbst entscheiden, welches E-Paper-Panel sie benutzen möchten. Dieses wird dann von der Hardware und Software von Modos angetrieben und bietet die gleichen Funktionen wie beim fertigen Kit, das einen E-Paper-Monitor enthält.
Modos entwickelt seinen E-Paper-Bildschirm eigenen Angaben zufolge(öffnet im neuen Fenster) seit Anfang 2021, Mitte 2022 wurde das Projekt vorgestellt . Der Display-Controller des Bildschirms läuft mit 60 Hz, zusammen mit Software-Tricks soll der Paper Monitor eine niedrigere Latenz als bei der Konkurrenz bieten. Früheren Angaben von Modos zufolge soll diese konstant unter 120 ms liegen, was weniger als die Hälfte der Zeit der Konkurrenz ist.
13,3 Zoll ohne Farbdarstellung
Der Paper Monitor soll 13,3 Zoll groß sein und eine Auflösung von 1.600 x 1.200 Pixeln haben. Der Bildschirm stellt Inhalte in Graustufen dar, Farben kann er nicht anzeigen. Wie andere Hersteller von E-Ink-Monitoren verwendet Modos verschiedene Modi, die unterschiedliche Kompromisse aus Qualität und Latenz bieten.
So lassen sich auf dem Paper Monitor auch Videos flüssig abspielen, wenngleich diese in Graustufen kein wirklicher Augenschmaus sind. Interessant ist ein spezieller Modus zum Tippen: Bei diesem wird das Display zunächst im 1-Bit-Modus aktualisiert, bevor es nach einer festgelegten, kurzen Zeit (etwa 200 ms) zu einem 2- oder 4-Bit-Modus wechselt. Dadurch kann sowohl flüssig getippt als auch angenehm gelesen werden, da der Text nach kurzer Zeit mit Graustufen-Antialiasing angezeigt wird.
Der Paper Monitor soll über HDMI und USB angeschlossen werden können und Windows, MacOS sowie Linux unterstützen. Als FPGA kommt ein Spartan-6 LX16 von Xilinx zum Einsatz, auf dem Modos' spezielle Gateware läuft. Diese(öffnet im neuen Fenster) ist wie die Hardware(öffnet im neuen Fenster) Open-Source und bei Github verfügbar – theoretisch können Interessenten sich den Monitor also auch komplett selbst bauen.
Wann der Modos Paper Monitor bei Crowd Supply angeboten werden soll, ist noch nicht bekannt. Interessenten können sich beim Start der Finanzierung benachrichtigen lassen. Auch einen Preis haben die Macher bislang nicht bekannt gegeben.
Bei Crowdfunding-Kampagnen besteht auch bei erfolgreicher Finanzierung immer die Gefahr, dass das Projekt am Ende nicht zustande kommt. Unterstützer kaufen das jeweilige Produkt nicht, sondern finanzieren lediglich die Produktion.
- Anzeige Hier geht es zu den besten Monitoren bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.