Open Source: Drohnen der US-Marine erhalten Linux als Betriebssystem

Nachdem das Steuerungssystem ihrer Drohnen Ende vergangenen Jahres von Schadsoftware befallen war, hat die US-Marine eine Umstellung des Betriebssystems beschlossen: Das Bodenkontrollsystem für die unbemannten Fluggeräte (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) wird auf Linux umgestellt.

Raytheon Intelligence and Information Systems(öffnet im neuen Fenster) , ein Zweig des US-Rüstungskonzerns Raytheon, werde die Umrüstung auf das neue Betriebssystem vornehmen, berichtet das britische IT-Nachrichtenangebot The Register(öffnet im neuen Fenster) . Dafür stellt die US-Marine knapp 28 Millionen US-Dollar bereit. Das Projekt läuft bis Februar 2014(öffnet im neuen Fenster) .
Drohne für die Piratenjagd
Die US-Marine verfügt nur über einen Drohnentypen: den MQ8B Fire Scout(öffnet im neuen Fenster) , der vom US-Luft- und Raumfahrtkonzern Northrop Grumman gebaut wird. Der unbemannte Hubschrauber ist für Aufklärungsmissionen gedacht, die von Schiffen aus gestartet werden. Der Fire Scout soll mit neu entwickelten Sensoren ausgestattet und zur Jagd auf Piraten eingesetzt werden.
Einen Konflikt mit den Bedingungen, die für das Open-Source-Betriebssystem gelten, sieht das US-Verteidigungssystem nicht: Es hat bereits Richtlinien für den Einsatz von Open-Source-Software(öffnet im neuen Fenster) herausgegeben. Darin heißt es, die US-Regierung könne beliebig eigene mit GPL-Software vermischen, wenn das Resultat niemals außerhalb des Bereichs der US-Regierung eingesetzt werde. Das ist bei einem Drohnensteuerungssystem indes eher unwahrscheinlich.