Open-Source-Community: Das Wir-Gefühl und seine Probleme

Oft sprechen Entwickler der Open-Source-Community und Nutzer der Software vom "Wir". Dieses Gemeinschaftsgefühl bewirkt, wenn nötig, einen starken Auftritt, wie die Anwältin Karen Sandler bestätigt. Oft konkurrieren aber viele Interessen, wodurch das Wir zerrissen werden kann.

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Der größte Vortragsraum - gefüllt von der Community
Der größte Vortragsraum - gefüllt von der Community (Bild: flickr.com/flexbox - CC-BY 2.0)

Es gibt viele schwammige Grenzen in der Open-Source-Welt. Menschen engagieren sich persönlich und professionell, freiwillig oder bezahlt, für eine gemeinnützige Organisation oder für ein gewinnorientiertes Unternehmen, aus ideologischen Gründen oder aus wirtschaftlichem Interesse. Trotzdem sprechen sie von einem undifferenziertes "Wir". So hat die Anwältin Karen Sandler auf der Open-Source-Konferenz Fosdem die Community beschrieben - und erklärt, warum dieses Gemeinschaftsgefühl auch Probleme bereitet.

Inhalt:
  1. Open-Source-Community: Das Wir-Gefühl und seine Probleme
  2. Für eine bessere Welt oder für Geld?
  3. Freundschaften als Identität

Die starke Verbundenheit der Open-Source-Gemeinde zeigt sich etwa an dem Streit um das Markenrecht von Gnome mit Groupon. Letzteres hatte sich die Marke Gnome für verschiedene Bereiche gesichert und ein Produkt mit diesem Namen vertrieben. Das wiederum hatte die Gnome-Foundation sichtlich überrascht, die ebenfalls Inhaber der Marke Gnome ist. Trotz monatelanger Verhandlungen wollte Groupon nicht auf die Marke verzichten. Deshalb bat Gnome um Spenden, womit juristisch gegen die Marke vorgegangen werden sollte.

Gemeinsam gegen den Feind von außen

Binnen eines Tages wurde mehr als die veranschlagte Summe gesammelt. Und vermutlich wegen des starken öffentlichen Drucks verabschiedete sich Groupon von seinen Markenanmeldungen.

Zu erwarten war dieser Ausgang aber keineswegs. Denn mit der Einführung der Gnome-Shell und der Entwicklung von Gnome 3 haben sich die Entwickler nicht nur Freunde in der Community gemacht. Doch trotz möglicher persönlicher Differenzen oder Abneigungen gegenüber dem Projekt ist diese Auseinandersetzung als Angriff von außen auf die Community wahrgenommen worden.

So riefen auch viele Einzelpersonen oder Organisationen zum Spenden auf, die nicht direkt mit Gnome in Verbindung stehen, aber sich selbst als Teil der Community sehen, wie das IRC-Netzwerk Freenode. Geteilt wurde der Aufruf aber auch über Reddit, Hackernews oder auf Twitter - mit nahezu einem Retweet pro Sekunde, wie der Gnome-Vorstand ausgewertet hat.

Wie kommt dieser enge Zusammenhalt zustande?

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Für eine bessere Welt oder für Geld? 
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der_wahre_hannes 18. Feb 2015

"Karen Sandler is the executive director of the Software Freedom Conservancy, former...

Anonymer Nutzer 16. Feb 2015

Du vergisst jetzt aber die totalitären Systeme. Die Demokratie gibt es auch erst seit...

David64Bit 16. Feb 2015

TOS ist für die Proträtierung der Wirtschaft in ST völlig ungeeignet. Das hat selbst...

DaObst 16. Feb 2015

@Hotohori Ich denke zwar das du recht hast, allerdings glaube ich nicht das man "gerne...



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