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Open-Source-Chat: Gitlab verkauft Gitter-Chat an Matrix-Macher

Der in Teilen der Open-Source-Community beliebte Chat Gitter wird von den Matrix-Machern übernommen und setzt künftig auf die Matrix-Technik.
/ Sebastian Grüner
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Gitter wird Teil von Element und dem Matrix-Chatnetzwerk. (Bild: Element)
Gitter wird Teil von Element und dem Matrix-Chatnetzwerk. Bild: Element

Das Startup Element, das als Hauptsponsor und Entwickler der Matrix-Chatlösung fungiert, hat die Chat-Anwendung Gitter von dem Code-Hoster Gitlab übernommen, wie das Team im Matrix-Blog schreibt(öffnet im neuen Fenster). Gitlab hatte den Community-Chat Gitter erst im Jahr 2017 übernommen, diesen danach als Open Source veröffentlicht und die Technik nun aber den Matrix-Machern zur Übernahme angeboten, wie das Team schreibt. "Wir konnten uns diese Chance nicht entgehen lassen", heißt es dazu im Element-Blog(öffnet im neuen Fenster).

Gitter wird von einer Vielzahl von Open-Source-Projekten als hauptsächlicher Kommunikationskanal der Beteiligten untereinander genutzt. Dazu gehören etwa die Communitys von Node.js, Typescript, Angular, Scala oder viele weitere. Der Fokus auf Entwicklungsteams von Gitter und deren Community-Funktionen sei ein Alleinstellungsmerkmal der Anwendung, schreibt das Matrix-Team.

Im Zuge der Übernahme plant das Matrix-Team zudem, den bisherigen Gitter-Chat vollständig in das föderierte Chat-System von Matrix zu integrieren. Unter der Domain Gitter.im(öffnet im neuen Fenster) soll dabei ein dedizierter Matrix-Homeserver laufen, der direkt mit dem Kernstück von Gitter verbunden wird. Dabei sollen sämtliche Gitter-Chaträume und auch deren Historie durch eine Bridge-Technik in Matrix verfügbar gemacht werden.

Mittelfristig soll Gitter dabei nicht nur ein vollständiger Matrix-Client werden, sondern vielmehr durch eine speziell angepasste Version des Standard-Matrix-Clients Element ersetzt werden. Um dies zu ermöglichen, will das Team jene Funktionen in Element erstellen, die bisher nur in Gitter bereitstehen. Dazu gehören vor allem die Integrationen der Code-Hosting-Dienste Github und Gitlab sowie auch Threads. Für Gitter sollen dank der Matrix-Technik außerdem langfristig mobile Clients für iOS und Android bereitstehen. Das Gitter-Team selbst hatte die Pflege seiner eigenen Clients zuvor eingestellt.


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